LUNGERN: Schönbüel: Mast knickte wegen zuviel Schnee

Jetzt ist es offiziell: «Ausserordentlich viel Schnee» ist der Grund, weshalb Mast 17 der Sesselbahn Turren - Schönbüel aus dem Fundament gedrückt wurde.

Rem
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Der eingedrückte Mast, fotografiert kurz nach dem Unfall. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Der eingedrückte Mast, fotografiert kurz nach dem Unfall. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Mast 17 ist am 29. Januar 2012 durch den Druck der langsam abgleitenden Schneedecke umgedrückt worden. «Zum Ereignis beigetragen hat die aussergewöhnliche Schneesituation, die in diesem Gebiet nur alle 30 Jahre vorkommt», schreibt die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) in ihrem Schlussbericht, der nun vorliegt.

Der Bericht zeigt ferner, dass der Unfall bei den enormen Schneemassen nicht zu verhindern gewesen ist. Eine Räumung des Schnees habe sich als praktisch unmöglich erwiesen. Zwar haben Bahnbetreiber die Auflage, ihre Bahnmasten ab einer gewissen Schneehöhe vom Druck zu befreien. Oberhalb des Masts 17 sei das Gelände aber so steil, dass an den Einsatz eines Pistenfahrzeugs nicht zu denken war.

Der Bericht bestätigt zudem, dass beim Bau der Anlage geschlampt wurde. Zu Schuld- und Haftungsfragen macht der Bericht keine Angaben. Die Sust empfiehlt, den Mast 17 nicht wieder an derselben Stelle aufzustellen. Diese Frage stellt sich aber derzeit nicht, weil der Betrieb der Sesselbahn derzeit eingestellt ist (siehe Links).