LUNGERN: Schönbüel: Müssen nun alle Bahnen weg?

Schon vor gut 20 Jahren gaben Gutachter Lungern-Schönbüel schlechte Überlebenschancen. Nun könnte der Berg seine Bahnen definitiv verlieren.

Christoph Riebli
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Fährt nicht mehr: Luftseilbahn Lungern-Schönbüel. (Bild: Keystone)

Fährt nicht mehr: Luftseilbahn Lungern-Schönbüel. (Bild: Keystone)

Die Stromzufuhr ist gekappt. Seit Ende Mai ist die Panoramawelt Lungern-Schönbüel vom Netz, wie das Elektrizitätswerk Obwalden bestätigt. Dies in Vereinbarung mit Bahnbetreiber Paul Niederberger. Ende März hatte das Bundesamt für Verkehr (BAV) wegen Ungereimtheiten die Betriebsbewilligung sistiert. Seither konnte Paul Niederberger nicht mehr mit Gästen hinauffahren. Er betonte mehrmals, er wolle den Betrieb nun ganz sein lassen und die Panoramawelt verkaufen. Angeblich für 4 Millionen Franken. Gibt es konkrete Interessenten? Wie geht es weiter? Niederberger schweigt zurzeit.

Die Zukunft des Lungerer Hausbergs bereitet der Gemeinde Sorgen: Grundsätzlich sei man an einem Weiterbetrieb der Bahnen interessiert, sagt Gemeindepräsident Sepp Vogler. Aber: «Ein finanzielles Engagement ist nicht möglich. Gibt es keine Betriebsübernahme, wird es wahrscheinlich früher oder später zu einer Liquidation kommen.»

Was, wenn nichts passiert?

Was passiert, wenn Hoffen und Abwarten nichts bringen? «Wird der Betrieb einer Seilbahn definitiv eingestellt, so hat der Eigentümer sie zu entfernen», heisst es in der Seilbahnverordnung des Bundes. Dies würde auch für die Pendelbahn zwischen Lungern und Turren gelten.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag vom 30. Juni.