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LUNGERN: Totgeglaubter taucht wieder auf

Die Theaterleute bringen ein Stück aus den Sechzigern auf die Bühne: «Café Brinig-Stibli». Die Premiere war ein Erfolg.
Birgit Scheidegger
Ist es der Geist von Karl (Christian Imfeld, Mitte)? Die Verwandten wissen nicht recht, was sie davon halten sollen, als der Totgeglaubte vor ihnen steht. (Bild: PD)

Ist es der Geist von Karl (Christian Imfeld, Mitte)? Die Verwandten wissen nicht recht, was sie davon halten sollen, als der Totgeglaubte vor ihnen steht. (Bild: PD)

Birgit Scheidegger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Motivierte Darstellerinnen und Darsteller, ein voll besetzter Saal und ein gut gelaunter Regisseur. Seit September haben die Theaterlyt Lungern an ihrem neuen Stück «Café Brinig-Stibli», ein Lustspiel in drei Akten aus den Sechzigerjahren, geprobt, an den Feinheiten gefeilt und sind Akt für Akt immer wieder durchgegangen.

Die zehn Spielleute haben sich in ihre Charaktere vertieft und dem neuen Stück ihre ganz persönliche Note gegeben. Obwohl ein Lustspiel, oder gerade deshalb, ist das Stück explosiv. Wie explosiv sich das Ganze unter der Regie von Rene Degelo entwickelte, das erlebten das Publikum an der rund zwei­stündigen Premiere vom Samstagabend. «Café Brinig-Stibli» ist ein turbulentes Spiel, gespickt mit Pointen an den richtigen Stellen, bei dem die Darsteller einmal mehr die Gelegenheit haben, mit ihrem schauspielerischen Talent zu überzeugen.

Turbulente Tage für die vermeintliche Witwe

Zum Inhalt: Wenn ein Totgeglaubter plötzlich die gierigen Erben überrascht, ist das Chaos perfekt. Doch bis es so weit ist, erlebt vor allem Wirtin Marie Hacker, gespielt von Yolanda Rohrer, einige Überraschungen. Ihr Mann Karl, verkörpert von Christian Imfeld, muss wegen Schmuggels in den Strafvollzug. Ein Umstand, den sie mit einer angeblichen Seereise vor den Gästen und Verwandten vertuschen wollen. Alles kein Problem, denn Karl war einst als Schiffskoch auf allen Meeren und Flüssen unterwegs. Auch wenn seine Verwandten die Reise verhindern wollen, Karl zieht, nur mit einer Aktentasche und vielen Ausreden in Richtung Rotterdam, um dort die «Meer-Reise» anzutreten. Doch ganz so einfach, wie sich Marie und Karl die Abwesenheit vorgestellt haben, ist es dann nicht, denn das Schiff versinkt im Sturm und mit ihm Mann und Maus. «Witwe» Marie erlebt daraufhin turbulente Stunden und Tage, und die Ereignisse überschlagen sich. Die beiden Stammgäste Johann Meier (Marcel Imfeld) und Justus Schwarz (Werner Vogler) stehen als Witwentröster bereit, ein unbekannter Sohn taucht auf, und – die lieben Verwandten kommen mit Koffern, um gierig ihr Erbe abzuholen. Doch warum trauert Marie nicht? Warum trägt sie nicht schwarze Kleidung? Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur so viel: «Café Brinig- Stibli» sorgt für mehr als nur eine Überraschung.

Spielfreude ist bis in jede Faser spürbar

Die Umsetzung dieses unterhaltsamen Stücks ist den Theaterlyt optimal gelungen. Die überschäumende Spielfreude, der Sprachwitz, die Pointen und der zum Teil jugendhafte Charme der älteren Darsteller lässt das Publikum ins Stück eintauchen und den unterhaltsamen Theater-Cocktail in vollen Zügen geniessen. Der grosse Applaus am Schluss war der wohlverdiente Lohn für die vielen Proben.

Hinweis

Zehn weitere Aufführungen im Schulhaus Kamp bis zur Derniere vom 25. März. Vorverkauf: Montag, 9 bis 11 Uhr, und Donnerstag, 17 bis 19 Uhr, Tel. 079 662 60 54, oder unter www.theaterlyt.ch.

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