LUNGERN: Umfahrung Lungern: Durchschlag geglückt

Nach drei Jahren Bauzeit hat ist in Lungern der Tunnel-Durchschlag für die Umfahrung geglückt. Nun wird der 3,5 Kilometer lange Tunnel bis Ende 2012 fertiggestellt.

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Die Bauarbeiten am Lungerer Tunnel, ein halbes Jahr nach Baustart im September 2007. (Archivbild Neue OZ)

Die Bauarbeiten am Lungerer Tunnel, ein halbes Jahr nach Baustart im September 2007. (Archivbild Neue OZ)

Nach der Sprengung durchkletterte traditionsgemäss die Baustellenleitung der Mineurgruppe als erste Gruppe durch die Bresche. Mit diesem Akt wurde am Freitag, 2. Juli, der erfolgreiche Durchschlag des 3,5 Kilometer langen Haupttunnels des Nationalstrassen-Abschnitts A8 Umfahrung Lungern gefeiert, heisst es in einer Mitteilung des Bau- und Raumentwicklungsdepartements des Kantons Obwalden. Die Abweichungen beim Zusammenschluss der beiden Tunnelröhren von Nord nach Süd betrug am Ende weniger als drei Zentimeter.

Seit dem 5. März 2007 – während rund 700 Arbeitstagen – im Tunnel in jeweils zwei Arbeitsschichten gesprengt. Täglich kamen die Arbeiten um rund 3,5 Meter voran, pro Abschlag waren laut Mitteilung 150 Bohrlöcher von 4 Metern Länge nötig, in die jeweils 500 Kilogramm Flüssigsprengstoff gefüllt werden musste. Insgesamt wurden rund 430'000 Kubikmeter Felsmaterial zur Deponie Hinti transportiert, heisst es weiter. Zurzeit arbeiten rund 100 Leute auf der Baustelle und in den Planungsbüros für die Umfahrung Lungern.

Bis zur voraussichtlichen Eröffnung des Umfahrungstunnels Ende 2012 müssen nun Betonarbeiten und Strassenanpassungen gemacht werden. Noch in diesem Jahr werden die Arbeiten für die Ausrüstung des Tunnels mit den Betriebs- und Sicherheitsanlagen (zum Beispiel Stromversorgung und Tunnellüftung) gestartet. Diese Anlagen kosten 40 Millionen Franken – rund 15 Prozent der Gesamtkosten von 265 Millionen.

ana