LUNGERN: Walter Ming sah die Zukunft gefährdet

Walter Ming ist kürzlich per sofort zurückgetreten. Differenzen mit dem Gemeindepräsidenten und dem Gemeindeschreiber hätten dazu geführt.

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Der zurückgetretene Walter Ming. (Bild pd)

Der zurückgetretene Walter Ming. (Bild pd)

Die Gemeinde Lungern führte kürzlich in einer Medienmitteilung «persönliche Gründe» für den sofortigen Rücktritt von Gemeinderat Walter Ming an. Im Interview mit der Neuen Obwaldner Zeitung widerlegt der Politiker nun aber diese Darstellung vehement – und führt Differenzen mit dem Gemeindepräsidenten und dem Gemeindeschreiber als Hauptgrund an. «Ich trete zurück, da ich als Gemeinderat und als Vorsteher des Departementes Soziales und Vormundschaft im Gegensatz zum Gemeindepräsidenten und zum Gemeindeschreiber unterschiedliche Auffassungen vertrete», begründet der 46-Jährige im Interview.

In der Gemeindeverwaltung habe es zudem in seinem Departement teilweise an Personalressourcen, Fachkompetenz, Absprachen, Kontrollen und Unterstützung gefehlt. «Dazu kommt, dass diese unberechenbare Situation mit meinem Beruf als Psychologe und meinem Doktorat an der Universität nicht zu vereinbaren ist. Das Risiko ist mir zu gross, dass dadurch meine berufliche Zukunft gefährdet wird.»

Matthias Piazza / Neue OZ