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LUNGERN: Wechsel an der Spitze von Gastro Obwalden

Gastro Obwalden wählte an der Generalversammlung einen neuen Präsidenten. Sorge bereitet dem Verband nach wie vor der starke Franken. Vermehrte Anstrengungen will er bei der Ausbildung unternehmen.
Robert Hess
Für einmal Armbrust statt Kochlöffel: der neue Präsident von Gastro Obwalden, Hansruedi Odermatt (rechts), mit seinem Vorgänger Walter Küchler. (Bild: Robert Hess (Lungern, 24. April 2017))

Für einmal Armbrust statt Kochlöffel: der neue Präsident von Gastro Obwalden, Hansruedi Odermatt (rechts), mit seinem Vorgänger Walter Küchler. (Bild: Robert Hess (Lungern, 24. April 2017))

Während 21 Jahren gehörte Walter Küchler, Inhaber des Restaurants Tschiferli, Flüeli-Ranft, dem Vorstand von Gastro Obwalden an. Seit 14 Jahren präsidierte der SVP-Kantonsrat den Verband. «Ich kann auf eine konstruktive und schöne Zeit zurückblicken», hielt er in seinem letzten Jahresbericht fest.

Als seinen Nachfolger wählte die 110. Generalversammlung am Montag in der «Cantina Caverna» in Lungern den 55-jährigen bisherigen Vizepräsidenten Hansruedi Odermatt. Der Inhaber des Restaurants Bahnhöfli in Lungern gehört dem Vorstand ebenfalls seit 21 Jahren an und hat sich insbesondere der Berufsbildung gewidmet. Ferner hat im Vorstand nach neunjähriger Tätigkeit Protokollführer Heinz Rohrer (früher Berghotel Langis) demissioniert. Neu in den Vorstand wurde Thomas Infanger (Inhaber Hotel Engelberg) gewählt. Ein Sitz bleibt vakant. Gastro Obwalden besteht derzeit aus 113 Aktiv- und 20 Passivmitgliedern.

Sowohl für den zurücktretenden Präsidenten Walter Küchler als auch für das Gastro-Suisse-Vorstandsmitglied Moritz Rogger war der starke Franken an der Generalversammlung ein Thema. «Ausländische Gäste zögern, in unser Land zu reisen, weil unsere Leistungen zwar hochwertig, aber für sie zu teuer sind», schreibt Küchler im Jahresbericht. Beiden bereitet die «Hochpreisinsel Schweiz» Sorgen. «Wir wollen uns gegen ungerechte Schweiz-Zuschläge wehren», so Küchler. Rogger doppelte nach: «Insbesondere bei Investitionsgütern wie Kühlanlagen oder Kochherden sind die Unterschiede gross, je nachdem, ob man das gleiche Produkt im Ausland oder in der Schweiz kauft.» Um die Chancen der Branche wahrnehmen zu können, brauche es Mut, die notwendigen Mittel sowie intakte Rahmenbedingungen. Mit Stolz erfüllten ihn anderseits die Fortschritte in der Ausbildung im Gastro-Bereich.

Zum Thema Ausbildung hatte Berufsobmann Hansruedi Odermatt in seinem Jahresbericht die Berufsinformationstage zusammen mit Gastro Nidwalden im Hotel Engel in Stans und im Hotel Kreuz in Sachseln erwähnt. Ein grosser Erfolg sei auch der dritte Event Lernende kochen für Ausbildner im Restaurant Schweizerhaus in Engelberg mit 15 motivierten Berufsabsolventen gewesen. Eine Woche vor Ostern sei nun auch der vierte Anlass im Hotel Winkelried in Stansstad erfolgreich durchgeführt worden. Dabei bereiten die Lernenden ein Prüfungsmenü zu.

Minimale Anforderungen für Betriebsinhaber

Der zurückgetretene Gastro-Präsident Walter Küchler streifte die laufende Revision der Gastro-Gesetzgebung. Derzeit befindet sich die Vorlage in der Kommissionsberatung. Nach wie vor vertritt Kantonsrat Küchler die Meinung, dass zur Führung eines Gastwirtschaftsbetriebes «eine minimale Grundausbildung», das so genannte G 1, Pflicht sein müsste.

Schliesslich erwähnte Küchler die Neuauflage der Gastro-Gutscheine. Diese seien nach wie vor beliebt: «Obwalden Tourismus hat allein an den Weihnachtstagen für rund 8000 Franken Gutscheine verkauft.» Küchler machte darauf aufmerksam, dass auch die alten Gutscheine ihre Gültigkeit während zehn Jahren ab Ausgabetag behalten. Er appellierte an die Gastro-Betriebe, diese Regelung zu beachten.

Robert Hess

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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