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LUNGERN/BURKINA FASO: Die Lehrlingswerkstatt nimmt Form an

Joe Zumstein organisiert regelmässig Transporte von Hilfsgütern nach Afrika. Kürzlich ist er aus Burkina Faso zurückgekehrt.
Martin Uebelhart
Der Lastwagen mit Hilfsgütern aus der Schweiz wird in Koudougou freudig empfangen. Links im Bild Joe Zumstein. (Bild: PD)

Der Lastwagen mit Hilfsgütern aus der Schweiz wird in Koudougou freudig empfangen. Links im Bild Joe Zumstein. (Bild: PD)

Martin Uebelhart

«Es war eine sehr intensive Woche», sagt der Lungerer Joe Zumstein über seine Reise nach Burkina Faso, von der er vor wenigen Tagen zurückgekehrt ist. Als Projektleiter der Stiftung Zoodo hat er einen Sattelschlepper in Empfang genommen, der sich vor Wochen von Lungern aus auf den Weg in das westafrikanische Land – eines der ärmsten der Welt – machte (wir berichteten). «Es ist alles gut gegangen», erzählt Zumstein. Allerdings sei der Lastwagen während vier Wochen am Zoll blockiert gewesen. «Im September gab es einen Militärputsch, da ging eine Weile einfach nichts mehr.»

Kleider und Schulmaterial

Der 40-Tönner hatte gegen 23 Tonnen Material geladen. Rund zwei Drittel waren Hilfsgüter für die beiden Kinderheime, welche die Stiftung in der Stadt Koudougou betreibt. «Das sind in erster Linie Kleider, aber auch Schulmaterial wie Hefte oder Schreibzeug sowie Babysachen», sagt Joe Zumstein. Die Transporte aus der Schweiz würden immer freudig erwartet. Diesmal brachte der Transport auch noch Gegenstände für die Einrichtung eines Kindergartens. «In einem der Heime haben wir einen Kindergarten gegründet», sagt Zumstein. Dort sollen auch Kinder aus der Umgebung hinkommen, sodass die Waisenkinder im Heim nicht isoliert aufwachsen.

Etwa ein Drittel des Materials ist für eine Lehrlingswerkstatt bestimmt, die die Stiftung zurzeit aufbaut und die im Herbst 2016 eröffnet werden soll. «Dort wollen wir Burschen mit dem Schwergewicht Solarenergie ausbilden.» Das Ziel sei, dass sie dann selber einfache Anlagen bauen könnten. Für die Werkstatt laufen derzeit die Vorbereitungen auf Hochtouren. «Dank guter Zusammenarbeit mit der Stadt sind die Gebäude bereits erstellt, und wir konnten schon erste Einrichtungsgegenstände platzieren», sagt Zumstein. Die Stiftung wird auch mit einem Technikum in der Nähe zusammenarbeiten. «So brauchen wir nicht alles doppelt zu haben.» Die Schüler des Technikums könnten bei ihnen im Solarbereich ausgebildet werden, während die Schüler der Werkstatt in der anderen Schule Elektronik lernen könnten.

Im Januar und Februar wird die Stiftung einen weiteren Transport organisieren. «Dann vor allem mit Material für die Werkstatt.» Vieles davon erhält Zumstein dank seiner guten Kontakte in die Industrie. Im kommenden Sommer soll die Werkstatt dann fertig eingerichtet sein. Joe Zumstein ist drei- bis viermal pro Jahr vor Ort. Seine Affinität für Burkina Faso gründet auf einem beruflichen Aufenthalt von 1975 bis 1979. Er war als junger Berufsmann am Bau einer Eisenbahnlinie von Abidjan (Elfenbeinküste) nach Ouagadougou (Hauptstadt von Burkina Faso) beteiligt. Aus den damaligen Begegnungen wuchs der Wunsch, den Westafrikanern, und insbesondere ihren Kindern, etwas zurückzugeben.

HINWEIS

Weitere Informationen unter www.zoodo.ch

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