LUZERN/OBWALDEN: Asylzentrum: Bund sorgt für Widersprüche

In Alpnach öffnet bald ein Asyl-Bundeszentrum. Nach den Vorfällen in Nottwil sparen die Obwaldner nicht mit Kritik am Bund.

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Das Truppenlager Kleine Schliere in Alpnach. Hier entsteht ein Asylzentrum des Bundes. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Das Truppenlager Kleine Schliere in Alpnach. Hier entsteht ein Asylzentrum des Bundes. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Bewohner des Asyl-Bundeszentrums in Nottwil werden verdächtigt, einen Einbruch verübt zu haben. Darunter sollen auch zwei untergetauchte Asylbewerber gewesen sein. Wieviele Personen aus Nottwil bisher effektiv verschwunden sind, darüber gibt es beim Bund auf Anfrage widersprüchliche Angaben. Man gehe davon aus, dass jeder zehnte Asylbewerber untertaucht, oder das Zentrum «auf eigenen Wunsch verlässt», wie es heisst. Man muss davon ausgehen, das bislang mindestens 24 Asylbewerber aus Nottwil verschwunden sind.

Elf Polizeieinsätze und ein Einbruch eines Asylbewerbers und drei Komplizen: Dies ist die negative Bilanz seit der Eröffnung des Asylzentrums in Nottwil vor drei Monaten.

Öffnungsdatum nicht bekannt

In Alpnach, wo im Sommer ein Asylzentrum öffnet, kritisiert man – auch wegen den Ereignissen in Nottwil – die fehlenden Informationen seitens des Bundes. Weder wurde der Gemeinde bislang das genaue Öffnungsdatum bekannt gegeben, noch ein Sicherheitskonzeot vorgestellt.