Mächtiger Bergahorn in Giswil gefällt

Ein uralter Baum musste aus Sicherheitsgründen weg. Der Landeigentümer ist traurig.

Franziska Herger
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Selbst die Überreste sind riesig: Otto Abächerli auf dem Baumstrunk an der Giswiler Panoramastrasse.

Selbst die Überreste sind riesig: Otto Abächerli auf dem Baumstrunk an der Giswiler Panoramastrasse.

Bild: Patrick Hürlimann (3. April 2020)

Nun ist er fort, der mächtige Bergahorn, der im Gebiet Iwi die Giswiler Panoramastrasse beschattete. Am Freitagmorgen wurde der instabile Baum, dessen Alter auf mehrere hundert Jahre geschätzt wird, gefällt. Dies nach Rettungsversuchen durch Beschneiden und Entlasten mit Seilen, und zum grossen Bedauern der Familie Abächerli, der das Land gehört (wir berichteten). «Es mag mich schon», sagt der 80-jährige Otto Abächerli. «Aber ich hätte gehaftet, wenn der Baum auf die Strasse gestürzt wäre, und eine weitere Entlastung wäre einfach zu teuer geworden.»

Der 24 Meter hohe Bergahorn, ein Naturobjekt von lokaler Bedeutung, konnte schon seit Jahren nur noch mit Hilfe von Seilen stehen. In den letzten Jahren hatte sich sein Zustand gemäss einem vom Kanton in Auftrag gegebenen Gutachten noch verschlechtert.

«Wir mussten uns darin schicken»

Die Fällung sei unausweichlich gewesen, auch wenn sich die Familie zu Beginn dagegen gewehrt habe, sagt Otto Abächerli. «Wir mussten uns darin schicken.» Am Freitagmorgen ging es dann plötzlich schnell, erzählt er. «Ab sieben Uhr wurde die Panoramastrasse gesperrt und die Arbeiter vom Forst Giswil und einer Spezialfirma rückten an. Um 10.30 Uhr war nur noch der Baumstrunk zu sehen.» Der Ahorn sei mit einem Kran von der Krone herab zersägt worden, so Abächerli. «Es musste niemand hochklettern.» Die Überreste werden nun zu Schnitzelholz verarbeitet.