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Marktplatz in Sarnen soll Generationen zusammenführen

Gemeinde und Landi machen gemeinsame Sache. Der Marktplatz verändert sein Gesicht: Die Parkplätze verschwinden unter den Boden, Wohnungen entstehen.
Matthias Piazza
Erich Ettlin machte als Ständeratskandidat bereits vor: Die Landi und die Gemeinde wollen einen generationenübergreifenden Platz schaffen. (Bild: Romano Cuonz, 19. September 2015)

Erich Ettlin machte als Ständeratskandidat bereits vor: Die Landi und die Gemeinde wollen einen generationenübergreifenden Platz schaffen. (Bild: Romano Cuonz, 19. September 2015)

Die Gemeinde Sarnen, die Genossenschaft Landi Obwalden und die Landi Unterwalden AG haben grosse Pläne: Für das Areal Marktplatz an der Bahnlinie zwischen den Bahnhöfen Sarnen und Sarnen Nord haben die Gemeinde als Eigentümerin des 3763 Quadratmeter grossen Parkplatzes und die Landi Obwalden, die auf ihrem 1481 Quadratmeter grossen Areal zurzeit den Landi-Laden mit Agrar-Handel und Futtermühlebetrieb betreibt, eine Vereinbarung für eine gemeinsame Entwicklung abgeschlossen. Gemeinde und Landi wollen ihre Parzellen aber nicht verkaufen, sondern sie im Baurecht an einen Investor abgeben.

Der Marktplatz soll mit einer zentrumsbildenden Überbauung zu einem generationenübergreifenden Begegnungsort entwickelt werden, wie es in einer Medienmitteilung der Gemeinde heisst. «Wir möchten preiswerte Wohnungen vor allem für junge Familien und ältere Leute anbieten», präzisiert Gemeindepräsident Jürg Berlinger auf Nachfrage. «Dies entspricht an dieser attraktiven, zentralen Lage einem grossen Bedürfnis. Günstige Wohnungen sind in Sarnen Mangelware.» Details wie Anzahl, Grösse und Preise der Wohnungen kann Jürg Berlinger nicht nennen, dafür sei es noch zu früh.

Landi betreibt am Marktplatz nur noch einen Laden

Im Erdgeschoss der Überbauung plant die Landi einen Laden mit Convenience-Shop und Bistro. Der Agrarhandel und der Futtermühlebetrieb werden aufgegeben. Der Agrarhandel wird weiterhin in Alpnach angeboten. Albert Amgarten, Präsident der Landi-Genossenschaft Obwalden, spricht von einer glücklichen Lösung mit der Gemeinde. «Dank des Wegfalls des Agrarhandels und des Futtermühlebetriebs reduzieren sich auch die Anzahl der Lastwagenfahrten spürbar», führt er aus. Das dürfte die Anwohner freuen, die sich über den Lastwagenverkehr, verursacht durch die Landi, beklagten. Ursprünglich wollte die Landi den Standort Marktplatz ganz verlassen. Seit zehn Jahren suchte sie auf dem Sarner Gemeindegebiet erfolglos einen neuen Standort. Wegen veränderter Rahmenbedingungen musste der Standort im Gebiet Feld während der Planungsphase aufgegeben werden.

Verkehr sei für das Quartier verkraftbar

Die Parkplätze sollen unter den Boden verschwinden. Das unterirdische Parkhaus soll von den Bewohnern als auch von den Landi-Kunden genutzt werden. Jürg Berlinger gibt sich überzeugt, dass der durch die Neuüberbauung generierte Verkehr für das Quartier verkraftbar sei, ein detailliertes Verkehrskonzept werde dazu genaue Zahlen liefern.

Für den Investoren- und Architektenwettbewerb erarbeiten die Grundstückbesitzer nun die Rahmenbedingungen. Über einen entsprechenden Kredit werden die Sarner voraussichtlich diesen November abstimmen. An den Kosten des Wettbewerbs, die sich laut Berlinger im Bereich von 300'000 bis 330'000 Franken bewegen, beteiligen sich die beiden Grundeigentümer anteilsmässig. Wie teuer die Überbauung wird und wann sie fertiggestellt wird, ist noch unbekannt.

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