MARTHA BÄCHLER: Wird Obwalden nun zur CVP-Hochburg?

Um die Nachfolge des zurücktretenden Obwaldner Bildungs- und Kulturdirektors Hans Hofer (CSP) ist am Mittwochabend eine dritte Kandidatur bekannt geworden – eine CVP-Frau. Das gibt zu reden.

Drucken
Teilen
Martha Bächler. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Martha Bächler. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Ein überparteiliches Engelberger Komitee portiert die 54-jährige Frau Talammann Martha Bächler. Das Komitee wird von den beiden Co-Präsidenten alt Kantonsrat Fredy Amstutz sowie Werner Staub angeführt. Es wird von überparteilichen Komiteemitgliedern, darunter Ständerat Hans Hess, aus dem Sarneraatal unterstützt. «Mit der Kandidatur von Martha Bächler portieren wir eine ausgewiesene Exekutivpolitikerin in einem wirtschaftlich ungewissen Umfeld», sagte Co-Präsident Werner Staub gegenüber unserer Zeitung.

CVP mit drei von fünf Sitzen
Pikant: Martha Bächler ist von der CVP. Sofern sie gewählt wird, hätte die CVP mit drei von fünf Sitzen die absolute Mehrheit in der Regierung inne. «Für uns ist es wichtig, dass die Regierungsleute für Land und Volk da sind und nicht in erster Linie nur für die Partei», relativiert Fredy Amstutz gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz» aufkommende Bedenken. Zentral sei, dass Engelberg wieder in der Regierung vertreten sei. Das sehen nicht alle so: Der Obwaldner FDP-Präsident Ernst Michel etwa äussert «grosse Vorbehalte» gegenüber einer 3er-CVP-Besetzung in der Regierung – trotzdem wolle seine Partei keinen eigenen Kandidaten aufstellen.

SVP hat noch nicht entschieden
Bisher sind die Kandidaturen des Kernser Kantonsrates Franz Enderli (CSP) und der Alpnacher Gemeinderatsvizepräsidentin Bernadette Halter Zeier (SP) bekannt. Noch unschlüssig ist die SVP, ob sie einen Kandidaten ins Rennen schicken wird oder nicht.

rh/scd