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Zwei Maturandinnen erhalten Umweltpreis des WWF Unterwalden

Die beiden Obwaldnerinnen Miriam Mende und Carole Waldvogel werden mit dem diesjährigen Umweltpreis ausgezeichnet. Ein Anerkennungspreis geht an Hergiswil.
Richard Greuter
Carole Waldvogel (links) und Miriam Mende freuen sich über den Umweltpreis. Rechts WWF-Präsident Josef Blättler. (Bild: Richard Greuter, Stans, 17. Mai 2018)

Carole Waldvogel (links) und Miriam Mende freuen sich über den Umweltpreis. Rechts WWF-Präsident Josef Blättler. (Bild: Richard Greuter, Stans, 17. Mai 2018)

Dass sich der Nachwuchs Sorgen um die Zukunft unserer Umwelt macht, ist nicht ganz selbstverständlich. Anders die beiden Obwaldnerinnen Miriam Mende und Carole Waldvogel: Sie wurden für ihre Maturaarbeiten im Umweltbereich vom WWF Unterwalden mit dem diesjährigen Umweltpreis belohnt. Jury-Mitglied Franziska Waser sprach von zwei gleichwertigen Arbeiten. «Diese Arbeiten haben Charakter und strahlen etwas aus», fasste Waser zusammen.

Mit grosser Freude nahmen die beiden jungen Frauen die Preise – eine Urkunde und ein Preisgeld von 500 Franken – entgegen. «Es zeigt mir, dass auch junge Leute etwas ändern können», meinte Miriam Mende, und präzisierte: «Es liegt an unserer Generation!» Carola Waldvogel zeigte sich berührt, dass ihr Engagement geschätzt wird: «Es freut mich, dass man mit einer Maturaarbeit so etwas Schönes erreichen kann.» In ihrer Maturaarbeit ging die zukünftige Bauingenieurin auf das Thema Abwasser ein und stellte sich die rhetorische Frage: «Wohin nach dem Spülen?» In einer 24-seitigen Dokumentation zeigte sie den Verlauf des Abwassers auf, nachdem beim Abwaschtrog der Stöpsel gezogen wird. Dabei erwähnte sie auch neuere Verschmutzungen aus der Medizin und Kosmetik, welche an die Abwasserreinigungsanlagen immer neuer Anforderungen stellen.

Grosse Umweltschäden durch Fleischkonsum

Miriam Mende beleuchtete den Umstand, dass der Fleischkonsum zur Klimaerwärmung beiträgt. Dazu kommen auch Umweltschäden durch den Strassentransport. Die Zahlen, welche sie errechnete, sind brisant: Aufgrund einer Umfrage kam die 19-Jährige für Obwalden auf einen wöchentlichen Fleischkonsum von 15000 Kilogramm. Um den Jahresbedarf zu decken, stossen Masttiere wie Rinder, Schweine und Schafe 223000 Kilogramm Methan-Gas und 4,7 Millionen Kilogramm CO2 aus. Zudem benötigen sie jährlich 7 Milliarden Liter Wasser. Miriam Mende möchte später Internationale Beziehungen studieren.

Ein Anerkennungspreis ging an die Gemeinde Hergiswil, die den Bootshafen vergrösserte. Als Kompensationsmassnahme renaturierte sie einen etwa 100 Meter langen Seeuferabschnitt. Jury-Mitglied Franziska Waser sprach von einem Vorzeigeobjekt für andere Gemeinden. «Es handelt sich um eine ökologische Aufwertung, die für jedermann zugänglich ist.» Hans Peter Pfister, früher Leiter der Vogelwarte Sempach, berichtete über die Lebenswelt der Feldhasen und über die Gründe für deren Gefährdung. Als Bodenbrüter wird er im Mittelland durch die intensive Landwirtschaft bedrängt. Für das Berggebiet Ob- und Nidwalden wünschte sich Pfister grössere Ökoflächen und möglichst extensive Bewirtschaftung der Wiesenflächen.

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