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Max III. herrscht übers Sarnerland

Am Mittwochabend hat Max der III. ein Rötheli, als Lälli-Zunftmeister das Zepter für seine Regentschaft übernommen.
Romano Cuonz

«Jürg, gib ab das Zepter als Gemeindepräsident, regieren soll ab jetzt Max III, der Fasnachtsregent!», ruft im «Gmäindhuis Schoggipalast» zu Sarnen der neue Schreiber Peter Seiler lautstark aus. Und der bisherige Präsident Jürg Berlinger? Der gehorcht und übergibt, unter lautem Trommeln der Tambouren und tosendem Guggen der «Dörfli-Geister», das Zepter für eine närrische Woche dem Fasnachtsregenten.

Dabei klagt er, mit fast weinerlicher Stimme: «Ich gibäs zue, das hit Abig isch delikat um nid z säge speziell, dr Max wird währed der Fasnacht mi Chef und ich fir einisch si Gsell!» Und dann, etwas kleinlaut, zu diesem Schelm, der ihm die Macht abluchst: «Dui chasch schalte und walte, all miend nach diner Gige tanze.»

Kaum aber hat Max III. das Zepter in der Hand, kündet er unter schallenden Bravorufen der Narren umfassende Reformen an. «Ich pflege einen anderen Führungsstil als du», ruft er Jürg Berlinger zu. Anstelle der bisherigen präsidialen Sprechstunde führe er eine ganze Sprechwoche ein. Alle Anliegen der Bürger würden entgegengenommen, sofort beraten und umgesetzt. Dazu biete er die Ratsmitglieder zu jeder Unzeit kurzfristig auf.

Er verspricht, Kompetenzen zu überschreiten

Als ganz grosses Wahlversprechen an die im Gemeindehaus sich dicht gedrängt zuprostende Narrenschar kündete Max III. an: «Den Ersatzbau für das Gemeindehaus mit einem gleich doppelt so grossen Foyer für fasnächtliche Zepterübergaben werde ich noch in dieser Woche in die Wege leiten.» Zum Schluss dankt er – wie es sich gehört – für Vertrauen und Kompetenzen. «Letztere werde ich bestimmt überschreiten», verspricht er hoch und heilig. Übrigens: Bei all den vielen Verpflichtungen der nächsten Tage – hoch auf dem Wagen an Umzügen, omnipräsent bei Treffen mit benachbarten Herrschern oder beim Besuch des Betagtenheims und des Insieme-Balls – wird ihn seine charmante Gattin Regula begleiten. «Ich freue mich, dass Max nun endlich auch offiziell Chef in Sarnen sein darf», schmunzelt sie. Als echte Fasnächtlerin werde sie ihren Mann bis zum Aschermittwoch begleiten und wohl auch ein wenig überwachen!

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