Maxon-Antriebe helfen «Roboy» auf die Beine

Ein Projektteam aus Wissenschaft und Industrie, darunter der Obwaldner Antriebsspezialist Maxon Motor, entwickelt einen neuartigen menschenähnlichen Roboter: «Roboy». Am 9. März 2013 wird «Roboy» an der Robotikmesse «Robots on Tour» in Zürich der Öffentlichkeit präsentiert.

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«Roboy», der erste sehnengesteuerte hunanoide Roboter der Schweiz.

«Roboy», der erste sehnengesteuerte hunanoide Roboter der Schweiz.

Seit Juni 2012 ist das Projektteam mit der Umsetzung von aktuellstem Robotikwissen in einen neuen humanoiden Roboter beschäftigt, heisst es in einer Medienmitteilung von Maxon Motor. «Roboy» wird mit einer Grösse von 1.30 m eine dem Menschen nachempfundene Anatomie und Bewegungscharakteristik aufweisen. Mit «Roboy» möchte das Projektteam aufzeigen, an welchen Themen im Bereich der Robotik geforscht wird und welche Technologien bereits serienreif eingesetzt werden können.

Sehnengesteuerte Antriebstechnologie

«Roboy» ist eine Weiterentwicklung der Technologie des «ECCE Robot». Beide Roboter besitzen eine sehnengesteuerte Antriebstechnologie, was die Durchführung von menschenähnlichen Bewegungen und das Reagieren auf die Umgebung erlaubt. «Da sich Roboter physisch in der Umwelt bewegen, führt dies zu völlig neuartigen Interaktionen zwischen Mensch und Maschine, die weit über die bisherige Informationstechnologie wie Laptop oder Smartphones hinausgehen», so Rolf Pfeifer, Initiant des ehrgeizigen Projektes.

Neben den Wissenschaftlern des AI Labs beteiligen sich auch internationale Forschergruppen aus Deutschland und Japan an dem Projekt. Es erhält zudem Unterstützung von Partnerfirmen, die aktuellstes Schweizer Hightech-Knowhow zur Verfügung stellen. Als Hauptprojektpartner liefert Maxon Motor zahlreiche DC- und EC-Motoren sowie Sensoren für die präzisen Bewegungen von «Roboy». Der Antriebsspezialist aus Sachseln hat bereits langjährige Erfahrungen in der Robotik gesammelt, z.B. in der Medizintechnik, in der Industrieautomation oder in der Raumfahrt.

pd/zim