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Obwaldner Firma Maxon investiert in junge Forscher

Die Maxon hat in der Hochschule Luzern ein Innovationslabor lanciert. Von der Zusammenarbeit verspricht sich das Obwaldner Unternehmen Spezialisten und Innovationen im Bereich Mechatronik und Robotik.
Marion Wannemacher
Roger Bruderer (links) und Klaus Zahn diskutieren über das Elektrovelo. (Bilder: Corinne Glanzmann (Horw, 26. 6. 2018))

Roger Bruderer (links) und Klaus Zahn diskutieren über das Elektrovelo. (Bilder: Corinne Glanzmann (Horw, 26. 6. 2018))

Das Velo mit elektrischem Antrieb im Erdgeschoss des Instituts für Elektrotechnik in Horw ist ein Anziehungspunkt für Studenten. Einmal draufsetzen und probieren: Mit nur wenig Muskelkraft geht es spielend leicht die Furka hoch – zumindest suggeriert das der Film auf dem Bildschirm. Eine Steigung von 8,3 Prozent nimmt selbst der Untrainierte mit 26 Stundenkilometern. In Echtzeit berechnet das Programm aus der Pedaldrehbewegung das Fahrtempo des Simulators und passt die Geschwindigkeit des Furkafilms entsprechend an. Die Werbewand dahinter verweist auf den Hersteller: die Maxon Motor AG in Sachseln.

Klaus Zahn.

Klaus Zahn.

Der Stand mit diesem jüngeren «Maxon-Kind» ist nicht nur Werbefläche mitten im Institut. Am Departement Technik und Architektur der Hochschule Luzern (HSLU) ist das Innovationslabor Maxon-Lab entstanden. Dies ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit des Sachsler Technologieunternehmens mit dem Kompetenzzentrum Intelligente Sensoren und Netzwerke der HSLU. Klaus Zahn, Projektverantwortlicher des Labors, erklärt: «Hier kommen die Themen Sensoren und Aktoren zusammen.» Mit Aktoren meint er die hochpräzisen Maxon-Antriebe. Weiter bearbeitet das Team Industrieanwendungen etwa für elektrisch gesteuerte Flugzeuge.

Keimzelle von Ausbildung und Forschung.

Mitten im Labor befindet sich der Velo-Simulator, ein Teststand mit einem Prototypen des Bikedrive-Systems von Maxon. Dieser kann verschiedene Antriebe simulieren und die Reaktion auf unterschiedliche Antriebsbedingungen testen. Rundherum erfolgt von drei PC-Arbeitsplätzen aus die Programmierung und Steuerung. Das Maxon-Lab bietet Studierenden die Möglichkeit, an praxisbezogener Forschung mitzuwirken. Zwei Studierende arbeiten als Assistenten unter der Anleitung von Sensorwissenschaftern an den Projekten. Weitere werden im Rahmen der Ausbildung durch ihre Bachelor- oder Masterprojekte eingebunden. Bislang hat ein Student seine Bachelorarbeit in diesem Labor abgeschlossen. Ab dem Herbstsemester werden weitere Bachelorarbeiten vergeben.

Maxon investiert sechsstellige Summe

Derzeit können Studenten mit den von ihnen entwickelten Roboterfahrzeugen oder anderen mechatronischen Systemen ins Labor kommen, um dort deren Antriebsmotoren zu testen. Für die Zukunft ist auch angedacht, dass die dort entwickelten Roboterfahrzeuge als Plattform benutzt werden, um daran das Programmieren hochdynamischer Sensor/Aktor-Systeme zu lernen.

Neben der technischen Ausrüstung lässt sich die Firma Maxon auch den Betrieb des Innovationslabors etwas kosten: 200 000 Franken zahlt sie für eineinhalb Forschungsstellen sowie Materialkosten für Forschung und Ausbildung. Die strapazierte Bezeichnung Win-win-Situation treffe hier tatsächlich zu. Max Erick Busse-Grawitz, Leiter Technologietransfer bei Maxon, erklärt die Vorteile für sein Unternehmen: «Wir wollen die lokale Ausbildung unterstützen und hier unser Personal rekrutieren können. Wir helfen der Fachhochschule, ihren Leistungsauftrag zu erfüllen, und fördern die Ausbildung und industrienahe Forschung.» Denn gerade im Ingenieursbereich sind Entwickler hochpräziser Motoren auf dem Schweizer Personalmarkt schwer zu finden.

«Unser Kooperationsmodell ist, dass wir mit Industriepartnern für Forschung und Entwicklung möglichst langfristig zusammenarbeiten», betont Klaus Zahn. Man wolle attraktive Themen für die Studierenden im Master- und Bachelorstudiengang anbieten können. Um Jugendliche früh zu begeistern, plant Zahn ein mechatronisches Demosystem, das an Berufsmatura- und Kantonsschulen fürs HSLU-Studium werben soll.

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