Maxon und Stöckli in Sachseln geehrt

Freude herrschte am Dienstag in Sachseln: Die Zentralschweizerische Handelskammer ehrte ihre beiden diesjährigen Wirtschafts-Preisträger Maxon Motors und Stöckli Ski.

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Fidé Fässler (links), Präsident des Zentralschweizer Skiverbandes, mit Paul Berlinger, VR-Präsident der Bergbahnen Beckenried-Emmetten. (Bild: André Häfliger)

Fidé Fässler (links), Präsident des Zentralschweizer Skiverbandes, mit Paul Berlinger, VR-Präsident der Bergbahnen Beckenried-Emmetten. (Bild: André Häfliger)

Sichtlich stolz übernahm Ulrich Claessen, Leiter von Forschung und Entwicklung bei der Sachsler Motorenbaufirma Maxon, aus den Händen von Reto Wangler, Regionaldirektor der UBS Zentralschweiz, den Innovationspreis 2010, ein massiver Matterhorn-Granitstein. «Herzlichen Dank! Diese schöne Trophäe ehrt alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr», sagte Claessen ganz gerührt. Der Motoren-Gigant, der unter anderem Mars-Mobile der Nasa ausrüstet und weltweit rund 1800 Angestellte beschäftigt, war Gastgeber der Veranstaltung - und hat den Preis nach 1996 jetzt bereits zum zweiten Mal erhalten. Maxon-VR-Präsident hat ein grosses Ziel: «In 10 bis 15 Jahren wollen wir auf der Venus landen!» Und Karl-Walter Braun, der Mehrheitsaktionär der geehrten Firma, weiss auch schon, was mit der Preissumme von 10 000 Franken geschieht: «Dieses Geld wird voll und ganz unseren Lehrlingen zu Gute kommen.»

Preisgeld für Lehrlinge
Unter anderem soll für den Firmennachwuchs auch ein Ski-Weekend organisiert werden. «Das natürlich ausschliesslich auf Stöckli-Ski», schmunzelte Braun. Und schmeichelte damit dem zweiten Preisträger, dem Wolhuser Skifabrikanten Stöckli. Das wiederum freute Juniorchef Beni Stöckli, der dem Anerkennungspreis 2010 (ein Gemälde des Wolhuser Künstlers Wetz), von Bernard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank) überreicht bekam. «Für unsere 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist diese Ehrung gleichzeitig eine Anerkennung und eine Motivation. Wir sind alle sehr stolz und dankbar», sagte Stöckli. Ihm - und auch seinem Vater, Seniorchef Beni Stöckli - erwies in Sachseln sogar Mike Schmid die Ehre. «Ich kann wieder volles Krafttraining machen und werde Mitte Januar auch wieder mit dem Schneetraining beginnen», erklärte der Berner Skicross-Olympiasieger, der mit seinem Servicemann Victor Waldispühl gekommen war, unserer Zeitung.

Skicross-Olympiasieger Mike Schmid mit den Preisträgern Beni Stöckli (CEO Stöckli Swiss Sports AG), Ulrich Claessen (Leter Forschung und Entwicklung Maxon) sowie Laudator und Ex-Skistar Bruno Kernen (von links). (Bild: André Häfliger)
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Die Autogramme von Skicross-Olympiasieger Mike Schmid waren begehrt. (Bild: André Häfliger)
Bernard Kobler (rechts) übergibt den Anerkennungspreis 2010 an Beni Stöckli junior. (Bild: André Häfliger)
Reto Wangler (rechts) übergibt den Innovationspreis, ein Granit-Matterhorn, an Ulrich Claessen. (Bild: André Häfliger)
Der Gag des Events: Ein 1000 Franken teurer Feuerwerk-Pfeil durch den ganzen Maxon-Saal. (Bild: André Häfliger)
Die Sponsorenvertreter Reto Wrangler (links), Regionaldirektor UBS Zentralschweiz, und Bernard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank. (Bild: André Häfliger)
Gutgelaunt: Beni Stäckli senior (links) mit Maxon-VR-Präsident Jürgen Mayer. (Bild: André Häfliger)
Prosit: Felox Howad (links), Direktor der Zentarlschweizerischen Handelskammer, und der Obwaldner Regierungsrat Niklaus Bleiker. (Bild: André Häfliger)
Fidé Fässler (links), Präsident des Zentralschweizer Skiverbandes, mit Paul Berlinger, VR-Präsident der Bergbahnen Beckenried-Emmetten. (Bild: André Häfliger)
Martin Zenhäusern (links), der Moderator der Verleihung, begrüsst Maxon-Mehrheitsaktionär Karl-Walter Braun auf der Bühne. (Bild: André Häfliger)

Skicross-Olympiasieger Mike Schmid mit den Preisträgern Beni Stöckli (CEO Stöckli Swiss Sports AG), Ulrich Claessen (Leter Forschung und Entwicklung Maxon) sowie Laudator und Ex-Skistar Bruno Kernen (von links). (Bild: André Häfliger)


Prominente Laudatoren
Hochkarätig waren auch die Laudatoren der 24. Preisverleihung. In vollen Tönen lobte ETH-Professor Roland Y. Siegwart den «EC 22», der Maxon-Wundermotor, der - so klein und schmal wie ein Ragusa - Temperaturen von minus 55 bis plus 200 erträgt. «Das ist ein technisches Meisterstück, das in der Welt seinesgleichen sucht. Der Innovationspreis ist deshalb höchst verdient», erklärte Siegwart. Ebenso lobend erwähnte der Berner Ex-Skistar Bruno Kernen das Stöckli-Skicrossmodell «Laser XJ». Kernen: «Die Luzerner Skibauer haben mehr als nur ein gutes 'Näschen' gehabt, als sie weitsichtig auf den Skicross-Sport gesetzt haben», so Kernen. «Kein Wunder, ist dieses Modell der bisher meistverkaufte Ski in der Firmengeschichte - und kein Wunder, geht der Anerkennungspreis hoch verdient nach Wolhusen!»

Bleiker ohne Schnauz
Dass die diesjährigen Handelskammer-Preise an Maxon und Stöckli gehen,

Fidé Fässler (links), Präsident des Zentralschweizer Skiverbandes, mit Paul Berlinger, VR-Präsident der Bergbahnen Beckenried-Emmetten. (Bild: André Häfliger)

Fidé Fässler (links), Präsident des Zentralschweizer Skiverbandes, mit Paul Berlinger, VR-Präsident der Bergbahnen Beckenried-Emmetten. (Bild: André Häfliger)

freute alle Gäste neidlos. «Die Jury hat ganze Arbeit geleistet», meinten etwa Paul Berlinger (VR-Präsident der Bergbahnen Beckenried-Emmetten) und Fidé Fässler (Präsident des Zentralschweizers Skiverbandes) unisono. Von zwei «hoch verdienten Anerkennungen» sprach auch der Obwaldner Regierungsrat Niklaus Bleiker. Und erzählte erstmals, warum er vor einem halben Jahr seinen Schnauz abrasierte: «Mein Schnauzhaar wurde grau. Meiner Ehefrau und meiner Tochter gefiel das nicht mehr, deshalb musste er sozusagen im Mehrheitsentsxcheid weg...»

André Häfliger