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Mehr Komfort für Obwaldner Fahrgäste im Rollstuhl

Das Rote Kreuz Unterwalden präsentierte auf dem Dorfplatz Sarnen sein neues Rollstuhlauto.
Rosmarie Berlinger
Das neue Rollstuhlauto wird rege bestaunt und begutachtet. (Bild: Rosmarie Berlinger, Sarnen, 13. Juli 2019)

Das neue Rollstuhlauto wird rege bestaunt und begutachtet. (Bild: Rosmarie Berlinger, Sarnen, 13. Juli 2019)

Gemüse, Früchte, Backwaren und viele weitere verlockende Auslagen wurden diesmal auf dem Sarner Wochenmarkt vielleicht aufs Erste etwas weniger beachtet. Denn am Samstagvormittag zog ein neues, schmuckes Auto viel Aufmerksamkeit auf sich. Bestaunt und begutachtet wurde das neue Rollstuhlauto, das vom Kantonalverband Unterwalden des Schweizerischen Roten Kreuzes der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Bewusst hatten die Organisatoren den Wochenmarkt gewählt, um einem breiten Publikum den Blick in das neue Transportmittel speziell für Rollstuhl-Fahrgäste zu gewähren. Und das Interesse war gross, die Freude über eine lang geplante Anschaffung allseits ersichtlich. Diese bekundeten auch Marc Geissbühler, Präsident des SRK Kantonalverbandes Unterwalden und dessen Geschäftsleiterin Franziska Schöpfer. Der Fahrdienst sei eine der wichtigen Dienstleistungen, die das SRK Unterwalden anbiete, betonte der Präsident. «Die Zuverlässigkeit der Fahrerinnen und Fahrer ist die beste Werbung für unsere Organisation», erklärte er in seinen Dankesworten. Diese richtete er speziell an den Fahrer Ruedi Fritschy, der die Verantwortlichen in der Technik für das neue Fahrzeug geschult hatte.

2017 hätten sie den Beschluss gefasst, ein eigenes Fahrzeug für den Fahrdienst von Rollstuhlfahrern anzuschaffen, informierte Franziska Schöpfer. «Zwei Jahre danach sind wir stolz, unser eigenes Fahrzeug präsentieren zu können.»

Sponsoren ermöglichten den Kauf des Fahrzeugs

Dank der Unterstützung von etlichen Firmen, Privatspenden und Stiftungen konnte der SRK-Fahrdienst das neue Rollstuhltaxi für rund 60000 Franken beschaffen. «Heute ist der Tag, wo wir allen für die Unterstützung danken», freute sich Franziska Schöpfer. Über die moderne Ausführung des neuen «VW Caddy» gab Ruedi Fritschy kompetent Auskunft. Es sei bewusst diese Fahrzeuggrösse gewählt worden, weil das Taxi so mit dem Personen-Wagen-Ausweis gefahren werden könne. Für den Fahrgast gebe es einige Verbesserungen, etwa Rücken- und Kopfstütze, Klimaanlage oder Sicht zur Frontscheibe auf die Strasse. Für den Fahrer selbst sei die Rückfahrkamera hilfreich. Zum Einladen des Fahrgastes sei die leicht ansteigende und rutschfeste Rampe ideal. «Das Wichtigste aber ist, dass sich jede am Steuer 
sitzende Person der Verantwortung bewusst ist und sich dieser mit Liebe annimmt», sagte 
Ruedi Fritschy.

Schon gestern Sonntag erledigten er und Begleiter Hermann Huwyler anlässlich der «Jungfernfahrt» nach Nidwalden den ersten Auftrag. An der Einweihungsfeier waren auch zahlreiche Gäste und SRK-Mitglieder aus Nidwalden anwesend. Auch dort soll die Anschaffung eines Rollstuhlautos auf guten Wegen sein.

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