MELCHIOR SCHEUBER: «Hände sind meine Augen und Werkzeuge»

Vor 18 Jahren ist der Kernser Bildhauer Melchior Scheuber krankheitshalber total erblindet. Nichtsdestotrotz entsteht Jahr für Jahr auf Weihnachten hin eine neue heilige Familie aus Ton.

Drucken
Teilen
Melchior Scheuber am Werk. (Bild Bea Zai/Neue OZ)

Melchior Scheuber am Werk. (Bild Bea Zai/Neue OZ)

«Mit den Jahren ist es mir gelungen, ein feines Gespür für die kleinsten Details wie Augen, Mund oder die das Jesuskind beschützenden Gesten zu entwickeln», betont Melk Scheuber. «Ich staune selber: Die Hände sind heute meine Augen und meine Werkzeuge.»

Das Flair für die Bildhauerei ist dem 77-Jährigen in die Wiege gelegt worden. In der Bildhauerwerkstatt seines Vaters durfte er nach Lust und Laune hantieren und bekam Freude am Beruf. Das Schicksalsjahr 1991 mit der Erblindung von Melk Scheuber waren für seine Frau Trudi und die drei erwachsenen Kinder ein einschneidendes Ereignis. «Sie ermutigten mich, weiterzumachen und meine eigene Scheu vor dem Wort ?blind? zu überwinden», sagt der Künstler. Dass weihnächtliche Motive zu seinem Lieblingsthema geworden sind, hat einen besonderen Grund: 1966 bekam er den Auftrag, für die Kernser Pfarrkirche eine Weihnachtskrippe zu gestalten.

Bea Zai

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.