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MELCHSEE-FRUTT: Auf den Wettersegen von Petrus angewiesen

Dereinst thront hier das Hotel Frutt Lodge & Spa». In den nächsten Monaten dominieren auf der Frutt aber noch Baumaschinen das Bild.
Modesto Labandeira arbeitet am neuen Kurhaus auf der Melchsee Frutt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Modesto Labandeira arbeitet am neuen Kurhaus auf der Melchsee Frutt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Wenn man aus der Gondel bei der Bergstation Melchsee-Frutt aussteigt, sieht man schon von weitem die zwei riesigen Baukrane. Es dröhnt, hämmert, kracht. Genau an der Stelle, wo vor viereinhalb Jahren das Sporthotel Kurhaus abgebrannt ist, entsteht das Hotel Frutt Lodge & Spa. Seit Mai wird gebaut. Bis zu sechs Tage die Woche, teilweise bis zu zwölf Stunden am Tag sind fünfzehn Mann im Einsatz. Zuerst musste im grossen Stil gesprengt werden, denn der Baugrund ist Fels. Im Moment arbeitet man am Untergeschoss.

Der Kran musste zum Transport ganz klein zerlegt werden
«Ziel ist, den Rohbau bis 2009 errichtet zu haben», sagt Urs Anderhalden. Er ist Bauführer der Eberli Bau AG, welche mit dem Projekt beauftragt ist. Im Moment laufe alles rund, böse Überraschungen seien bisher zum Glück ausgeblieben. Bauen auf rund 2000 Metern über Meer ist ehrgeizig – vor allem in logistischer und meteorologischer Hinsicht.

500 Tonnen Armierungen, 6000 Kubikmeter Beton, Bodenplatten, Schalungen, Baucontainer, Kräne – alles muss mühsam über das Bergsträsschen auf die Höhenbaustelle hinaufgeführt werden. Nur für den Beton alleine sind schon 850 Fahrten nötig. Dafür muss jeweils die Strasse gesperrt werden, weil das Kreuzen unmöglich ist. Wegen des langen Transportweges musste der Beton so präpariert werden, dass er langsamer als normal bindet.

«Eine spezielle Herausforderung ist auch das Transportieren des grösseren Kranes gewesen», wie Urs Anderhalden erzählt. Er musste besonders klein zerlegt werden, damit er die engen Haarnadelkurven hinauf transportiert werden konnten.

Der Wunsch: Schneefreies Wetter bis Ende November
Auf so einer «alpinen» Baustelle braucht es auch den Wettersegen von Petrus: Bei Schnee, Wind und starken Regen kann nämlich nicht gebaut werden. Das heisst einerseits, dass man die Bautätigkeit auf die schneefreien Monate beschränken muss. Andererseits können auch Wetterkapriolen dem ehrgeizigen Terminplan einen Strich durch die Rechnung machen. «Hier oben kann das Wetter innerhalb einer Stunde umschlagen.»

Im Moment sind die alpinen Bauleute mit dem Wetter aber wunschlos glücklich. «Herrliches, trockenes Wetter angenehme Temperaturen, eine herrliche Aussicht – idealer könnten die Rahmenbedingungen nicht sein», sagt Anderhalden. Ganz anders zu Baubeginn im Mai: Weil es eine ganze Woche lang stark gewindet habe, habe man die Arbeiten nicht durchführen können.

Nun hoffen sie auf einen späten Wintereinbruch, damit sie in dieser Saison noch möglichst lange arbeiten können. «Am liebsten wäre mir schneefreies Wetter bis Ende November», meint Anderhalden.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Obwaldner Zeitung.

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