MELCHSEE-FRUTT: «Diskussionen haben sich beruhigt»

Für die Frutt-Bahnen scheint das neue Parkplatzregime aufzugehen. Für Restaurants und Hotels sieht die Bilanz dagegen eher durchzogen aus.

Red
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Morgenstimmung auf der Frutt: An schönen Tagen kommen viele Gäste, auch mit neuer Parkregelung. (Bild Roger Grütter)

Morgenstimmung auf der Frutt: An schönen Tagen kommen viele Gäste, auch mit neuer Parkregelung. (Bild Roger Grütter)

Die neuen Parkgebühren auf Melchsee-Frutt gaben zu Beginn der Sommersaison viel zu reden und zu schreiben. Die Alpgenossenschaft Kerns ausserhalb der steinernen Brücke hatte während der Betriebszeiten der Gondelbahn von Stöckalp auf die Frutt die Kosten fürs Parkieren von 12 auf 36 Franken pro Tag verdreifacht. Davon versprachen sich die Verantwortlichen eine Lenkungswirkung vom Auto auf die neu gebaute Gondelbahn. «Soweit wir das eruieren können, haben sich die Diskussionen beruhigt», sagt Walter Röthlin. Er ist als Kernser Korporationsrat für die Bahnen zuständig. Viele Leute seien gar nicht richtig informiert gewesen.

Weniger Fischer sind gekommen

Für die Frutt-Bahnen sei das veränderte Parkplatzregime aufgegangen, sagt Röthlin. «Wir haben rund 25 Prozent mehr Gäste mit der Gondelbahn transportiert.» Es habe auch diesen Sommer immer noch viele Autos auf der Frutt gehabt, «aber nicht mehr in dem Ausmass wie vorher». Bei den Fischern wurde ein Rückgang von 3 bis 5 Prozent registriert. Allerdings kauften sie auch mehr Tagespatente. Aus den Reihen der Wirte gibt es kritische Anmerkungen. Bei schlechtem Wetter habe man das neue Parkplatzregime zu spüren bekommen.