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MELCHSEE-FRUTT: Eisiges Vergnügen: Der gefrorene Melchsee lockt Besucher in Scharen an

Auf dem gefrorenen Melchsee treffen sich Schlittschuhläufer und Spaziergänger. So einmalig das Vergnügen ist: Letztlich sehnen alle den Schnee fürs Skifahren herbei.
Adrian Venetz
Karin Rohrer macht auf dem Eis des gefrorenen Melchsees einen "Taucher". (Bild: Ines Kaufmann/pd)

Karin Rohrer macht auf dem Eis des gefrorenen Melchsees einen "Taucher". (Bild: Ines Kaufmann/pd)

Adrian Venetz

adrian.venetz@obwaldnerzeitung.ch

Not macht erfinderisch: Weil auf Melchsee-Frutt der Naturschnee Mangelware ist, haben die Sportbahnen und der Tourismusverein das Schlittschuhlaufen in ihr Winterprogramm aufgenommen. Seit 17. Dezember ist eine Eisfläche auf dem Melchsee zum Schlittschuhlaufen freigegeben.

Das Angebot ist beliebt: «Als ich am Mittwochmittag oben war, hatte es rund 150 Personen auf dem See», sagt Daniel Dommann, Geschäftsführer der Sportbahnen Melchsee-Frutt. «Es ist wirklich ein seltenes Naturspektakel. Das Eis knurrt und knackt, wenn man über den See läuft.» Dies sei aber ganz normal und nicht etwa ein Zeichen, dass die Eisdecke instabil werde. «Ab einer Dicke von 15 Zentimetern kann man gefahrlos aufs Eis. Beim Melchsee haben wir derzeit eine Dicke zwischen 20 und 30 Zentimeter.» Mit Bohrungen werde die Eisdecke regelmässig überprüft. Befahrbar sei praktisch der ganze See. «Nur an einigen Stellen – vor allem in Ufernähe – eignet sich das Eis nicht zum Schlittschuhlaufen.»

«Atmosphäre auf dem See ist sehr speziell»

Wer keine eigenen Schlittschuhe hat, kann ein Paar mieten. Allerdings kann es vorkommen, dass die passende Schuhgrösse ausgebucht ist. «70 Paar Schlittschuhe stehen direkt beim See zur Vermietung», so Dommann. «Beim ersten Mal gingen wir als Gruppe», erzählt die 31-jährige Karin Rohrer aus Sachseln. «Leider hatte es nicht genügend Schlittschuhe für alle, da sehr reger Betrieb war. Wir haben das Eismeer dann zu Fuss erkundet.» Beim zweiten Mal hatte sie mehr Glück: Gemeinsam mit ihrem Freund konnte sie Schlittschuhe mieten. «Die Atmosphäre auf dem See ist speziell. Eindrücklich sind die Luftblaseneinschlüsse und das eingefrorene Seegras.» Der See sei zu einem richtigen Treffpunkt geworden. «Es waren immer einige Leute da, die man gekannt hat – entweder im Liegestuhl, im Beizli oder auf dem See.»

So schön das Erlebnis auf dem Schwarzeis ist: Viele warten darauf, endlich wieder die Ski anschnallen zu können. «Klar ‹plange› ich auf den Schnee», sagt Karin Rohrer. «Nur Schlittschuhlaufen den ganzen Winter wäre mir zu wenig – ich liebe das Skifahren zu sehr.» Auch Dommann sagt: «Wir freuen uns über die Schlittschuhläufer. Aber wir sind ein Schneesportgebiet. Und wie die ganze Nation warten auch wir auf den Schnee, um unser bestehendes Pistenangebot zu vervollständigen.»

Das Spektakel auf dem See genossen hat auch der 26-jährige Christian Imfeld aus Sarnen. Bereits dreimal war er mit seiner Familie dort. Die Schlittschuhe mietete er vor Ort. «Es war eine spontane Idee, weil es wenig Schnee fürs Skifahren hat.» Obwohl er sonst nie auf Schlittschuhen unterwegs ist, habe er ohne gröbere Stürze über den See flitzen können. «Ich war selber überrascht von meinen Qualitäten als Schlittschuhläufer», meint er lachend. «Es ist ein einmaliges Erlebnis. Teilweise sieht man unter die Eisschicht ins Wasser.»

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