MELCHSEE-FRUTT: Fruttbahnen stossen Wirte vor den Kopf

Die Sportbahnen wollen im Winter die Abendfahrten streichen. Heftig fällt die Kritik bei den Hoteliers aus – diese Fahrten seien überlebenswichtig.

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Melchsee-Frutt: Die Abendfahrten werden gestrichen. (Archivbild Keystone)

Melchsee-Frutt: Die Abendfahrten werden gestrichen. (Archivbild Keystone)

«Zusätzliche Abendfahrten mit der neuen Gondelbahn» wurden noch vor deren Inbetriebnahme im Dezember 2012 beworben. «Mit diesem Angebot wird die Melchsee-Frutt noch attraktiver» hiess es verheissungsvoll im Werbetext der Sportbahnen von damals. Doch auf den Winter 2014/15 hin werden genau diese Abendfahrten wieder aus dem Fahrplan gestrichen – aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Der Entscheid der Verwaltungskommission der Sportbahnen liess auf der Frutt die Wogen hochgehen: Als «egoistisch-gewinnmaximierende Massnahme» der Sportbahnen werten die übrigen Leistungsträger diesen Schritt in einem uns vorliegenden Protestschreiben an den Bahnbetreiber – die Korporation Kerns.

«Von unserer Seite her ist es nicht optimal gelaufen», gesteht Korporationspräsident Niklaus Ettlin auf Anfrage ein, «betriebswirtschaftlich gibt es aber keine andere Lösung. Die Abendfahrten kosten uns einen sechsstelligen Betrag.» «Die Region Melchsee-Frutt würde massiv an Attraktivität verlieren», steht für «Frutt Lodge»-Direktor Ralph Treuthardt fest, «für uns sind die Abendfahrten überlebenswichtig. Ohne sie würden wir Gäste und gute Mitarbeiter verlieren.»