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MELCHSEE-FRUTT: Kein Schuldspruch wegen Brandstiftung

Der Freispruch gegen den mutmasslichen «Kurhaus»-Brandstifter ist rechtskräftig. Das begründete Urteil liegt nun vor.
Die Brandruine des Hotels Kurhaus im April 2004. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Die Brandruine des Hotels Kurhaus im April 2004. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

In der Nacht auf den 20. Januar 2004 ist das Sporthotel Kurhaus auf der Frutt ein Raub der Flammen geworden. Zwei Hotelangestellte verloren ihr Leben, vier Personen wurden verletzt. Wenige Tage später wurde ein damals 32-jähriger portugiesischer Küchengehilfe als mutmasslicher Brandstifter verhaftet, zwei Monate später aber wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. Er ging in sein Heimatland zurück und reiste erst wieder zum Strafprozess in die Schweiz. Am 11. Dezember 2007 sprach das Kantonsgericht Obwalden den Angeklagten vollumfänglich frei (Ausgabe vom 12. Dezember). Das Urteil wurde nicht weitergezogen und ist rechtskräftig geworden. Aufgrund der Tragweite des Falles und des öffentlichen Interesses hat sich das Kantonsgericht entschlossen, das Urteil schriftlich zu begründen, obwohl dies von keiner Partei verlangt worden war (siehe www.strafurteile.ch).

Kein direkter Beweis
Der angeklagte Küchengehilfe hat in allen polizeilichen und verhörrichterlichen Befragungen und auch an der Gerichtsverhandlung am 11. Dezember bestritten, den Brand gelegt zu haben. «Es liegt also kein Geständnis vor», schreibt das Gericht in seiner über 50-seitigen Urteilsbegründung. Es gebe auch keine Zeugen, die gesehen hätten, wie der Angeklagte das Feuer legte. Zudem seien keine Spuren gefunden worden, mit denen dem Angeklagten die Brandstiftung nachgewiesen werden konnte. Es blieb auch offen, welche Brandlegungs- und Brandbeschleunigungsmittel allenfalls verwendet wurden. «Für die Täterschaft des Angeklagten ist somit kein direkter Beweis gegeben», folgert das Gericht.

Robert Hess

Mehr zum Thema am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung

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