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MELCHSEE-FRUTT: Klassik in wilder Berglandschaft

Von 2005 bis 2008 sorgte Franz Fürling im Hotel Glogghuis mit «Klassik auf der Alp» für Musikgenuss vom Feinsten. Nun soll das «Festival» aus einem 9-jährigen Dornröschenschlaf wieder aufwachen.
Romano Cuonz
Bernhard Röthlisberger und Franz Fürling (rechts) erwecken das kleine, aber feine Festival «Klassik auf der Alp» wieder zum Leben. (Bild: Romano Cuonz (Melchsee-Frutt, 15. Dezember 2017))

Bernhard Röthlisberger und Franz Fürling (rechts) erwecken das kleine, aber feine Festival «Klassik auf der Alp» wieder zum Leben. (Bild: Romano Cuonz (Melchsee-Frutt, 15. Dezember 2017))

Romano Cuonz

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Die Idee, vor der wilden Bergkulisse der 1920 Meter über Meer liegenden Melchsee-Frutt klassische Musik vom Feinsten zu bieten, entsprang einer grossen Liebhaberei von mir», besinnt sich der frühere «Glogghuis»-Hotelier Franz Fürling. Und im gleichen Atemzug fügt er hinzu: «Als mir André Fischer, der Besitzer des heutigen ‹Fischers Alpenhotel›, signalisierte, dass er das kleine, aber feine Festival nach neunjährigem Unterbruch wieder aufleben lassen möchte, freute ich mich riesig.» Inzwischen steht es fest: Im August 2018 werden auf Melchsee-Frutt, unter dem alten Titel «Klassik auf der Alp», erneut drei Konzerte mit professionellen Musikerinnen und Musikern stattfinden. Auf dem Programm stehen teils selten gespielte Bijous der klassischen Musik. Wiederum konnten Fürling und Fischer – wie schon damals – den bekannten Klarinettisten Bernhard Röthlisberger als künstlerischen Leiter gewinnen. «Allein dieser Name bietet Garantie für hohe Qualität», gibt sich Franz Fürling überzeugt. Und Röthlisberger selber meint: «Wir Musiker wollen nicht in einem Elfenbeinturm bleiben, wir wollen die Leute mit klassischer Musik berühren und ihnen dabei auch begegnen.»

Wie alles begann … und endete

Franz Fürling, der das Hotel Glogghuis erbaut und über 40 Jahre lang erfolgreich selber geführt hatte, war ein begeisterter Hotelier. Seine grosse Liebe zur klassischen Musik aber gab der Kernser – er spielte und spielt selber Cello – nie auf. Heute gesteht er: «Die Idee, mit klassischer Musik ein bisschen etwas zur kulturellen Belebung von Melchsee-Frutt beizutragen, hatte sich in meinem Kopf immer mehr festgesetzt.» Dabei habe er ein wenig an Mozarts Zeiten gedacht, zu denen klassische Werke immer auch in Hotels aufgeführt worden seien. Schliesslich spielte der Zufall die entscheidende Rolle. Der bekannte Musiker Bernhard Röthlisberger (früher Klarinettist im Luzerner und heute beim Berner Symphonieorchester) suchte geeignete Lokalitäten für einen Sommerkurs, den er als Dozent mit Schülern aus dem In- und Ausland durchführen wollte. Nur zu gerne unterbreitete ihm Franz Fürling ein Angebot. Am Schluss der Woche führten die Künstler – wohl auch zum Dank – ein Konzert auf. Nun wagte es Fürling, Röthlisberger zu fragen, ob er bereit wäre, seine Idee von «Klassik auf der Alp» mitzutragen. Bald wurde ein musikalisches Bergmärchen wahr. Während vier Jahren ertönte im Berghotel hochstehende Musik. Immer grösser, immer begeisterter war das Publikum! «Zu unseren Konzerten kamen Leute aller Jahrgänge, Dauergäste genauso wie Passanten aus dem Tal», erinnert sich Fürling.

Bis 2009, als der damals 66-jährige Hotelier sein Haus Albert von Deschwanden aus St. Niklausen zu einem sehr moderaten Preis überliess. Dieser ursprüngliche Landwirt und Portier aber hatte für klassische Musik gar kein Gehör. Das Festival verfiel in einen langen Dornröschenschlaf. Nun aber erfüllen die Pioniere Franz Fürling und Bernhard Röthlisberger – auf Einladung von Alpenhotel-Wirt André Fischer – die wunderbare alte Idee mit neuem Leben.

Musik aus Klassik und Romantik

Schon steht das Programm für ein verlängertes Wochenende vom 16. bis zum 18. August 2018. Ganz gemäss der ursprünglichen Idee soll es im Hotel mit klassischen Kleinformationen (Solo bis Septett) immer auch zu lebhaften Kontakten zwischen Künstlern und Publikum kommen. «Gerade solche Werke versteht man besser, wenn man zuhören und zuschauen kann», ist Franz Fürling überzeugt. Und Bernhard Röthlisberger ergänzt: «Obwohl man bei Klassik auf der Alp auch im Feierabendpulli reinsitzen darf und die Atmosphäre alles andere als steif ist, bieten wir Musik auf hohem Niveau, die sich nicht verstecken muss.» In der Tat: Das Programm, mit dem «Klassik auf der Alp» aus dem Dornröschenschlaf aufwacht, verspricht neben Genuss auch neue Entdeckungen. Am ersten Abend spielt das bekannte Amar-Quartett unter dem Titel «Meilensteine» Werke von Mozart und Mendelssohn. Im zweiten Konzert kommt es zur Entdeckung der «Zauberharfe» mit Anne Bassand und Werken von Bochsa, Schubert und Backofen. Schliesslich werden, unter dem Motto «Der Weg zur Symphonie», noch ein Quartett von Hummel für Klarinette und Streichtrio und ein Septett von Beethoven aufgeführt. Bei den Konzerten ist – neben 13 herausragenden Musikern der Schweizer Klassikszene – immer auch Bernhard Röthlisberger zu hören.

Hinweis

Klassik auf der Alp. Revival in Fischers Alpenhotel auf Melchsee-Frutt vom 16. bis 18. August 2018.

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