MELCHSEE-FRUTT: Kurhaus-Brand: Mängel bei der Untersuchung

Im «Kurhaus»-Prozess haben die Verteidiger Mängel im Untersuchungs­verfahren gerügt. Es sei ungenau und einseitig gearbeitet worden.

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Das niedergebrannte Kurhaus. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Das niedergebrannte Kurhaus. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Vor dem Kantonsgericht Obwalden hatte sich letzte Woche der Geschäftsführer der Sporthotel Kurhaus Frutt GmbH sowie der Hoteldirektor zu verantworten.

Das Verfahren gegen den Direktor hatte Staatsanwältin Esther Omlin bereits früher einstellen wollen. Die Obergerichts­kommission hiess aber die Beschwerde eines beim Brand verletzten Ehepaares gut. Deshalb muss das Kantonsgericht nun auch über diese Anklage urteilen, obwohl die Staatsanwältin Freispruch beantragt hatte. Das Urteil des Kantonsgerichts ist noch nicht bekannt.

Zum Teil heftige Kritik wurde bei den Verhandlungen vor Kantonsgericht an den damaligen Untersuchungsbehörden vorgebracht. Die beiden Verteidiger rügten Mängel im Untersuchungsverfahren. Die Untersuchungsbehörden hätten gar nicht nachgewiesen, dass die Brandmeldeanlage zum Zeitpunkt der Katastrophe nicht richtig funktionierte. Die Untersuchungen seien zum Teil «ungenau und einseitig geführt worden.»

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.