MELCHSEE-FRUTT: «Kurhaus»-Brand wirft neue Fragen auf

Zwei Tote und mehrere Verletzte forderte der Brand des Frutter Hotels Kurhaus. Waren fehlende Sirenentöne für das Ausmass der Katastrophe verantwortlich?

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Die Ruine des ehemaligen Hotels Kurhaus. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Die Ruine des ehemaligen Hotels Kurhaus. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

In der Nacht auf den 20. Januar 2004 ist das Sporthotel Kurhaus auf der Frutt bei einem Brand vollständig zerstört worden. Zwei Menschen verloren dabei ihr Leben, mehrere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Der mutmassliche Brandstifter musste später wegen Mangels an Beweisen freigesprochen werden.

Am Mittwoch standen zwei weitere Angeklagte vor dem Kantonsgericht Obwalden. Ihnen wird vorgeworfen, die Brandmeldeanlage des Hotels fahrlässig nicht richtig bedient zu haben. Deshalb seien beim Brandausbruch nur Piepstöne und keine Sirenen zu hören gewesen.

Die Verteidigung kritisierte, dass aufgrund der Untersuchungen kein Beweis vorliege, dass die Brandmeldeanlage am 20. Januar 2004 ausgeschaltet gewesen sei und die Sirenen nicht funktioniert hätten. Deshalb könne den Angeklagten auch keine pflichtwidrige Unterlassung vorgeworfen werden.

Das Urteil ist noch nicht bekannt.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.