MELCHSEE-FRUTT: Momentan alles andere als ein Fischerparadies

Der Melchsee muss schon wieder abgesenkt werden. Die Fischer haben gar keine Freude daran.

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Zur Zeit ist der Melchsee noch voll gefüllt. (Bild Markus von Rotz/Neue OZ)

Zur Zeit ist der Melchsee noch voll gefüllt. (Bild Markus von Rotz/Neue OZ)

Der Melchsee wird übernächste Woche erneut abgesenkt, wie das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) mitteilt. Schlechtes Wetter und Verzögerungen bei der Koordination der Arbeiten beim Melch- und Tannensee hätten dazugeführt. Es blieb nichts anderes übrig, wie Abklärungen ergeben hätten.

Bauarbeiten am Tannendamm dauern sicher noch bis Ende August
Schon im Mai senkte das EWO den Melchsee und anschliessend den Tannensee ab, um verschiedene Kontroll- und Sanierungsarbeiten durchführen zu können, welche sich alle 10 bis 15 Jahre aufdrängen. Mit der notwendigen Absenkung des Melchsees hatten die Sportbahnen auch die Erstellung eines Pumpschachtes sowie Anschlussarbeiten für die neue Beschneiungsanlage koordiniert.

Geplant war, die Arbeiten bis zu Beginn der Alpsaison am 7. Juli beendet zu haben. Doch es kam anders: Der Tannensee ist seit Wochen auf einem sehr tiefen Niveau und für die Fischerei aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Bauarbeiten des EWO am Tannendamm werden sicher noch bis Ende August andauern, anschliessend beginnt die Wiederaufstauphase bis 1. Oktober. Das hat zur Folge, dass auch der Melchsee nochmals abgesenkt werden muss und zwar zwischen dem 18. und 29. August. Damit wird der Pegel 3 Meter unter dem normalen Niveau liegen.

Der Tannensee bleibt zum Fischen bis am 18. August geschlossen, wie Walter Röthlin, der Fischereikommissionspräsident von Melchsee-Frutt sagt. Auch im Melchsee seien die Bedingungen fürs Fischen ab 18. August nicht mehr optimal.

Weniger Einnahmen, weil die Fischer ausbleiben
Die schlechten Bedingungen für die Fischerei in dieser Saison sind spürbar, obwohl Melchsee und Blausee bis jetzt ideale Bedingungen boten, wie Walter Röthlin meint: «Wir haben dieses Jahr weniger Fischer und weniger Patenteinnahmen, nicht bei den Tagespatenten, aber vor allem bei Fischern, die wochenweise buchen. Viele Fischer bleiben eben aus, wenn sie nicht im Tannensee fischen können.» Die Umsatzzahlen lägen unter dem Fünfjahresdurchschnitt.

Die Hotels müssten damit rechnen, dass weniger Fischer in den nächsten Wochen auf der Frutt Ferien buchen. «Ab 18. August wissen wir nicht genau, wie es weitergeht, weil es eben auch sehr stark vom Wetter abhängt. Wir hoffen aber auf bessere Bedingungen ab Anfang September.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Obwaldner Zeitung.