MELCHSEE-FRUTT: Nach Brand: Schock ist Zuversicht gewichen

Für den «Glogghuis»-Besitzer ist der Brand ein herber Rückschlag. Doch er zeigt sich kämpferisch – und will den Betrieb in eineinhalb Monaten öffnen.

Oliver Mattmann
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Im Innern des Glogghuis ist der grosse Schaden ersichtlich. (Bild: Kapo Obwalden)

Im Innern des Glogghuis ist der grosse Schaden ersichtlich. (Bild: Kapo Obwalden)

Im Innern des Glogghuis ist der grosse Schaden ersichtlich. (Bild: Kapo Obwalden)

Im Innern des Glogghuis ist der grosse Schaden ersichtlich. (Bild: Kapo Obwalden)

Albert von Deschwanden steht vor seinem Hotel Glogghuis und wartet auf Versicherungsvertreter. Nachdem er vom Brand am frühen Dienstag gehört hatte, liess er in den Ferien im Südtirol alles stehen und fallen und reiste umgehend zurück. Der Hotelier wirkt niedergeschlagen, aber gefasst. Und im nächsten Moment ist seine Zuversicht bereits zurück. «Wir werden alles daran setzen, den Betrieb auf die Sommersaison mitte Juni aufzunehmen. Es wird sicher die eine oder andere Einschränkung geben und vielleicht werden nicht alle Zimmer verfügbar sein. Doch wir werden für alle eine Lösung finden.»

Albert von Deschwanden (62) führt das markante «Glogghuis» mit rund 100 Betten seit Juni 2009 zusammen mit seiner Frau Bernadette. Ironie des Schicksals: «Bisher blieb in der Zwischensaison immer jemand von uns im Haus, auch wenn der Betrieb eingestellt war. Heuer haben wir erstmals seit längerer Zeit wieder Ferien gemacht. Und dann passiert das.»

Feuerwehr verhinderte Schlimmeres

Doch mit dem Schicksal hadern will der Inhaber des 3-Sterne-Hotels an zentraler Lage im Frutt-Dörfli nicht. Auch wenn das Feuer mitten in der Nacht mehrere Appartements, die Verbindungswand zum Hallenbad sowie einiges Material zerstörte. Allfällige Schäden in der Küche konnte er in der kurzen Zeit, in der er oben war, noch nicht genauer begutachten. Dorthin floss das viele Wasser bei den Löscharbeiten ab. Den Feuerwehrleuten macht er deswegen keine Vorwürfe. Im Gegenteil: «Ich möchte den Einsatzkräften ein Lob aussprechen.»

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr beim Einsatz am Glogghuis. (Bild: Kapo Obwalden)

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr beim Einsatz am Glogghuis. (Bild: Kapo Obwalden)