MELCHSEE-FRUTT: Tiefer See: Fischer werden entschädigt

Bis am 10. September sollte der Melchsee wieder das ursprüngliche Niveau haben. Der Pegel war vorige Woche fast drei Meter unter dem Normalniveau.

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Ungewohntes Bild auf Melchsee-Frutt: Wo sonst der Melchsee zum Verweilen einlädt, ist eine braune Schlammlandschaft zu sehen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Ungewohntes Bild auf Melchsee-Frutt: Wo sonst der Melchsee zum Verweilen einlädt, ist eine braune Schlammlandschaft zu sehen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Die Morastflächen rund um den Melchsee zeigen es: Der Melchsee führt im Moment extrem wenig Wasser. Ende letzter Woche war der Seespiegel fast drei Meter unter dem Normalpegel. Nun ist er wieder am Steigen.

«Wenn ich gewusst hätte, dass der See abgesenkt ist, wäre ich woanders zum Fischen gegangen», meint Fischer Willi Huwiler. «Der Zugang zum See ist erschwert und das Ufer sumpfig.» Er glaubt denn auch, dass es dieses Jahr weniger Fischer auf Melchsee hat. Positiv zur Kenntnis nehmen die befragten Fischer die seit 18. August vergünstigten Preise: Das Tagespatent kostet 25 statt 35 Franken, das Halbtagespatent wurde um 5 Franken vergünstigt. Die Mehrtagespatente werden zum halben Preis angeboten.

Am 10. September voraussichtlich wieder auf Normalniveau
Mittlerweile sind die EWO-seitigen Arbeiten beim Auslaufbauwerk des Melchsees termingerecht abgeschlossen worden, wie Hans Eisenhut, Direktor des Elektrizitätswerks Obwalden (EWO), mitteilt. Bei der Sanierung des Hochwasserüberfallschachtes beim Tannensee werde die erste Phase der Betonierarbeiten in der kommenden Woche abgeschlossen, sodass anschliessend Wasser vom Tannensee in den Melchsee geleitet werden könne. Das EWO geht davon aus, dass der Melchsee bis am 10. September wieder auf die normale Höhe aufgestaut ist.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.