MELCHSEE-FRUTT: Wildhüter betäubt das Rentier Cosmos

Rentier Cosmos ist gefangen. Ein gezielter Schuss aus 50 Metern beendete die Zeit in der freien Wildbahn des Fruttgebietes.

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Wildhüter Hans Spichtig: «Ich werde das Tier selber betreuen, und wenn ich die ganze Nacht bei ihm bleiben muss.» (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Wildhüter Hans Spichtig: «Ich werde das Tier selber betreuen, und wenn ich die ganze Nacht bei ihm bleiben muss.» (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Der Skilift auf der Stöckalp ist bereits abgestellt, es geht aufs Eindunkeln zu. Da, plötzlich zeigt sich Cosmos, das ausgerissene Rentier. Wildhüter Hans Spichtig legt an und setzt aus einer Distanz von höchstens 50 Metern gezielt einen Betäubungsschuss. Das Tier läuft noch rund 200 Meter weiter, dann beginnt die Narkose zu wirken. Spichtig beobachtet: «Das Rentier hat sich aufs Lager in der freien Natur gelegt.»
So ging gestern Abend kurz nach 17 Uhr für Rentier Cosmos die Zeit in der freien Wildbahn zu Ende. Viele Versuche, das vor Weihnachten im Gebiet Cheselen auf Melchsee-Frutt ausgerissene Rentier einzufangen, waren zuvor gescheitert.

Das Tier wird betreut
Nach der Betäubung wurde Cosmos in einem Raum auf der Stöckalp untergebracht und dort warm gehalten. Dem Tier gehe es gut, bereits eine Stunde nach der Betäubung habe es seine Augen wieder leicht geöffnet, sagte Spichtig.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Obwaldner Zeitung und ihren Regionalausgaben