Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

MELCHSEE-FRUTT: Zwei Bartgeier üben Start und Landung

Zwei der drei jungen Bartgeier, die Ende Mai in Obwalden ausgewildert wurden, sind am Mittwoch zu ihrem ersten Flug gestartet. Bei ihren ersten Flugübungen gerieten Sempach II und Trudi in die Fotofalle. Das souveräne Landen müssen die Junggeier jedoch noch üben.
Mutig gestartet, aber noch nicht sehr souverän gelandet: Bartgeier Sempach II bei seinen ersten Flugübungen (Bild: Fotofalle Stiftung Bartgeier)

Mutig gestartet, aber noch nicht sehr souverän gelandet: Bartgeier Sempach II bei seinen ersten Flugübungen (Bild: Fotofalle Stiftung Bartgeier)

Auch der dritte junge Bartgeier namens B838 steht kurz vor seinem ersten Flug, wie die Stiftung Pro Bartgeier mitteilte. Dies sei "ein erster wichtiger Erfolg" für die Wiederansiedlung von Bartgeiern in der Zentralschweiz.

Kurz nach 9 Uhr in der Frühe war es Sempach II, der unvermittelt seine Flügel ausgebreitet habe und zu seinem ersten Flug gestartet sei. Der Flug war laut Stiftung zwar von kurzer Dauer und die Landung "nicht wirklich souverän". Am Nachmittag hob dann auch Trudi zu ihrem Erstflug ab.

Die jungen Geier dürften sich die nächsten Wochen noch am Standort der Auswilderung befinden und beim Infostand der Stiftung zu beobachten sein.

Frisches Blut für die Alpen

Die jungen Tiere stammen aus der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee in Österreich, dem Zuchtzentrum Vallcalent in Spanien und dem Natur- und Tierpark Goldau. Ausgewählt worden waren sie nach genetischen Kriterien. Sie sollen frisches Blut in die kleine Bartgeierpopulation der Alpen bringen.

Alle drei sind Weibchen. Die Fortpflanzung wird trotzdem möglich sein, da die Tiere erst in fünf bis sieben Jahren geschlechtsreif sind und in den nächsten Jahren weitere Vögel ausgesetzt werden sollen.

Der Bartgeier war vor über hundert Jahren aus den Alpen verschwunden, weil er als vermeintlich unersättlicher Lämmerdieb verfolgt wurde. Er verwerte aber vor allem Knochen von verendeten Tieren und schlage keine Beute, schreibt die Stiftung.

Fast drei Meter Spannweite

Langsam kehrt der Bartgeier nun aber wieder in den Alpenraum zurück. Die Stiftung Bartgeier wilderte seit 1991 in der Schweiz 38 Vögel aus. Seit 2007 brüten wieder Bartgeierpaare in der Schweiz, und zwar an zehn Standorten im Engadin und im Wallis.

Der Bartgeier sieht nicht wie ein typischer Geier aus. Er wird oft mit dem Steinadler verwechselt. Der Bartgeier wird bis zu sieben Kilogramm schwer und bringt es auf eine Flügelspannweite von bis 2,9 Meter. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.