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MELCHTAL: Sein präsidialer Weg endet hier

Ein neuer Präsident, ein neues Vorstandsmitglied und eine Statutenänderung. Die diesjährige Generalversammlung der Obwaldner Wanderwege war weichenstellend.
Marion Wannemacher
Wechsel bei den Obwaldner Wanderwegen (von links): Otti Küng, neuer Präsident, Geri Britschgi, neues Vorstandsmitglied, und der scheidende Präsident Urs Wallimann. (Bild: Marion Wannemacher (Melchtal, 22. April 2017))

Wechsel bei den Obwaldner Wanderwegen (von links): Otti Küng, neuer Präsident, Geri Britschgi, neues Vorstandsmitglied, und der scheidende Präsident Urs Wallimann. (Bild: Marion Wannemacher (Melchtal, 22. April 2017))

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch

Es war Urs Wallimanns Tag. Es sei von Anfang an sein Ziel gewesen, mit 70 Jahren den Stab weiterzugeben. Wie sehr er als Präsident den Verein Obwaldner Wanderwege von 2010 bis zur Generalversammlung am Samstag im Melchtal geprägt hatte, kam in der Laudatio von Wanderobmann Peter Rohrer, aber auch in herzlich formulierten Grussbotschaften von Regierungsrat Paul Federer, Nationalrat Karl Vogler und Ständerat Erich Ettlin zum Ausdruck. «Seine Anliegen waren von Anfang an klar», fasste Wanderobmann Rohrer zusammen: «Der Wanderwegnetzplan, die Qualitätsförderung auf Wanderwegen sowie das naturnahe Erlebniswandern», betonte er aus einer nicht enden wollenden Liste von Aktivitäten.

Urs Wallimann habe sich in zahlreichen Vernehmlassungen für die Belange des Vereins eingesetzt. Viele Wanderwege entstanden in seiner Amtszeit, darunter der Bärgmandlipfad oder der Ranftweg ins Müsli. Auch mit den Bikern ist der Verein seit 2012 im Gespräch. 2015 wurde eine Zusammenarbeit mit den benachbarten Fachorganisationen von Luzern, Uri und Nidwalden unterschrieben. Lediglich einen Wermutstropfen gab es für Urs Wallimann. Zwar hat der Regierungsrat am 6. September den Richtplan des Wanderwegnetzes erlassen, die vorberatende kantonsrätliche Kommission hat aber wenig später die Detailberatung ausgesetzt und weitere Abklärungen vom Bau- und Raumentwicklungsdepartement verlangt, die noch nicht vorliegen.

Urs Wallimann wird später Leiter der Geschäftsstelle

Zum Dank für seine Verdienste gab es für Urs Wallimann einen Guberstein für den eigenen Garten (der noch geliefert wird) und einen persönlichen Wegweiser mit den Daten seiner Tätigkeit als Präsident und Wanderleiter sowie seines neuen Amtes: Wallimann scheidet zwar aus dem Vorstand, wird diesen als Geschäftsstellenleiter aber weiterhin unterstützen. Um die Geschäftsleitung zu stärken, verabschiedete die Generalversammlung im voll besetzten Saal des Hotels Alpenhof eine Statutenänderung. Diese befähigen den Vorstand zum flexibleren Handeln. «Inzwischen sind die Anforderungen an die kantonalen Fachorganisationen gestiegen», begründete Urs Wallimann. Im neuen Leitbild der Dachorganisation werde der aktiven Förderung des Wanderns eine grosse gesamtgesellschaftliche Bedeutung beigemessen. Kanton und Gemeinden erteilten Leistungsaufträge an die Obwaldner Wanderwege «zur Förderung eines flächendeckenden, attraktiven und sicheren Wanderwegnetzes von rund 1100 Kilometern», so Wallimann.

Einstimmig wählten die Mitglieder den bisherigen Vizepräsidenten Otti Küng zu Urs Wallimanns Nachfolger. Der 57-Jährige stammt aus Alpnach und arbeitet als Sekundarlehrer, seit 20 Jahren ist er Mitglied bei den Obwaldner Wanderwegen. In sehr persönlichen Worten dankte er dem scheidenden Präsidenten für die Einführung in sein Amt und für dessen enormes Engagement als Präsident. Als neues Vorstandsmitglied wurde Geri Britschgi aus Kerns gewählt, der bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr Leiter der kantonalen Berufsberatung in Obwalden war.

Jahresrechnung schliesst mit sattem Plus

Ebenfalls einstimmig wurde die Jahresrechnung verabschiedet, die mit einem Plus von 9380 Franken bei einem Ertrag von rund 77210 Franken schliesst. Die Obwaldner Wanderwege ­haben derzeit rund 660 Mitglieder, im vergangenen Jahr kamen 33 dazu. Der Verein gedachte in einer Schweigeminute den verstorbenen Mitgliedern, darunter Glois Burch, der im Fe­bruar bei einer Schneeschuhwanderung im Wallis ums Leben gekommen war.

Der Jahresbericht des Wanderobmanns fiel beeindruckend aus: 875 Wandernde haben im vergangenen Jahr insgesamt 9083 Kilometer und fast 40 Wanderungen absolviert. Stand das Vorjahr unter dem Thema «600 Jahre Niklaus von Flüe», ist das aktuelle Vereinsjahr dem Thema Ornithologie, also der Vogelkunde, gewidmet. Insgesamt 53 Touren bietet der Verein Obwaldner Wanderwege im laufenden Jahr an.

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