MELCHTAL: Über 100 Gämsen finden im Tal ihre Ruhe

Am heiterhellen Tag kann man von der Strasse aus Gämsen beobachten. Sie benötigen nicht mehr Futter, sondern vor allem Ruhe.

Cuo
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Zurzeit kann man im Melchtal von der Strasse aus Gämsen in kleinen und grossen Rudeln beobachten. Sie finden hier ihr Winterfutter. (Bild Romano Cuonz)

Zurzeit kann man im Melchtal von der Strasse aus Gämsen in kleinen und grossen Rudeln beobachten. Sie finden hier ihr Winterfutter. (Bild Romano Cuonz)

Die Tiere, welche wie Ziegen oder Schafe in den Runsen äsen, fallen zurzeit mehr und mehr auch Skitouristen auf. Manche halten auf der Melchtalerstrasse kurz an, um genauer hinzusehen. Sobald das Gras grüne, werde man diese Tiere wieder in der Höhe antreffen, sagt der zuständige Wildhüter Hans Spichtig. Gämsen seien dafür geschaffen, ihr Futter wenn nötig auch unter dem Schnee hervorzuscharren. Ihre Mägen und Verdauungsorgane bilden sich im Winter zurück, so dass sie weniger Nahrung brauchen. Die Aufgabe der Wildhüter sei es nun, dafür zu sorgen, dass äsende Tiere ihre Ruhe hätten.

Nur der Luchs stört die Ruhe

«Nach langen Wintern sind Gämsen nämlich geschwächt, da schadet ihnen jede unnötige Fluchtbewegung, die Energie braucht», erklärt Spichtig. Wenn es schneit, ziehen sich Gämsen in den Wald zurück, sobald es aufhört, tauchen sie wie aus dem Nichts plötzlich wieder auf. Die Einheimischen lassen kaum je einen Hund von der Leine, weil sie den Tieren ihre Ruhe gönnen», lobt Spichtig.

Einige Male aber habe er doch Aufregung in den Rudeln festgestellt. «Der Luchs, dessen Aufenthalt wir im Melchtal mit Fotofallen belegen können, jagt auch mal Gämsen». Vom Wolf hingegen, der 2008 ganz in der Nähe zehn Schafe gerissen hat, gab es in letzter Zeit keine gesicherten Beobachtungen mehr.

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