Mit Kunstschnee gegen Gletscherschwund

Künstlich erzeugter Schnee soll das Gletschererlebnis auf dem Titlis langfristig sichern. Die Titlis-Bahnen setzen aber nicht mehr ausschliesslich aufs ewige Eis.

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Touristen vergnügen sich im Gletscherpark. Rechts ist das Vlies zu sehen, das die Schmelze minimieren soll. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Touristen vergnügen sich im Gletscherpark. Rechts ist das Vlies zu sehen, das die Schmelze minimieren soll. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Glitzernd-blaue Gletschergrotte, Rutschpartien auf dem Schnee: Der Titlis gilt im Sommer als Gletscher-Erlebnisberg, vor allem bei ausländischen Touristen. Doch dieser Spass ist bedroht. «Der Gletscher ist im August eine Zeit lang gewaltig abgeschmolzen», sagt der Mediensprecher der Titlis-Bahnen, Peter Reinle. Ein Trend, der schon länger beobachtet werden kann. Dieses Jahr musste beispielsweise die Snowtubing-Bahn bereits Anfang September geschlossen werden.

Um Gegensteuer zu geben, könnte in Zukunft auf dem Titlis Kunstschnee eingesetzt werden, gemäss Peter Reinle vornehmlich auf dem Gletscherpark und beim Skilift Rotegg. Denkbar wäre, dass man den Kunstschnee aus zurückbehaltenem Schmelzwasser des Gletschers produzieren würde.

Neue Attraktionen im Visier

Konkret geplant ist zwar noch nichts, doch diese Überlegungen zeigen: Die Verantwortlichen am Titlis schliessen nicht aus, dass langfristig der Gletscher als Attraktion immer schwieriger zu halten sein könnte. So setzt man auch auf Angebote, die unabhängig vom Gletscher funktionieren, wie die höchst gelegene Hängebrücke Europas belegt, welche zurzeit auf dem Titlis gebaut wird. Peter Reinle schliesst auch nicht aus, dass der Titlis in Zukunft mehr und mehr als Wander- und Aussichtsberg positioniert werden könnte.

Geri Wyss

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Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
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Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Offizieller Eröffnung am 7. Dezember: Der ein Meter breite Gehweg über die Hängebrücke gewährt den Besuchern (bei schönem Wetter) einen Blick in den 500 Meter tiefen Abgrund. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Die Hängebrücke auf 3041 Metern über Meer ist die höchstgelegene Europas. (Bild: Keystone)
Barbara Kehrli, Gemeindepräsidentin von Gadmen schneidet mit Martin Odermatt, Talammann aus Engelberg das Band auf der höchstgelegenen Hängebrücke Europas durch. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Im Beisein von Botschaftern aus 14 Ländern ist der Titlis Cliff Walk am 7. Dezember eröffnet worden. (Bild: Keystone)
Mit dieser Schere wird das Band durchschnitten. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Pater Patrick aus Engelberg spricht ein Gedicht zur Eröffnung. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Keystone
Bild: mountain wilderness
Bild: mountain wilderness
Stand der Bauarbeiten am 21. November auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Arbeiter legen am 21. November die Brückenelemente zusammen. (Bild: Keystone)
Der Cliff Walk führt über 500 Meter Abgrund... (Bild: Keystone)
...von der Bergstation Titlis Rotair zum Südwandfenster... (Bild: Keystone)
... bis zur Bergstation der Gletscher Sesselbahn IceFlyer. (Bild: Keystone)
Die Zug- und Tragkonstruktion auf beiden Seiten ist für maximal 500 Tonnen Gewicht ausgelegt. (Bild: Keystone)
Es gibt keine Beschränkung der Anzahl Menschen auf der Brücke. (Bild: Keystone)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Andy Gabriel bei der Arbeit an der Brücke. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Peter Reinle, Marketingleiter Titlis Bahnen mit Roger Waser, Ingenieur Hängebrücke auf dem Sendeturm. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Felstechniker Res Blaettler beim Aufstieg. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Andy Gabriel bei der Arbeit an der Brücke. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ingenieur Roger Waser beim Fernseh-Interview. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Peter Reinle, Marketingleiter Titlis Bahnen. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Hängebrücke mit der Bergstation des Sessellifts Ice Flyer (rechts). (Bild: PD)
Blick auf die ein Meter breite und 100 Meter lange Brücke. (Bild: PD)

Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)