Mit Strassenfussball aus dem Tief

Das Geschehen auf dem Schulhausplatz in Giswil ist diese Woche von Ballkünstlern geprägt. Die besten Schweizer Obdachlosen-Fussballer bereiten sich auf die WM vor.

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Die Schweizer Nationalmannschaft der Strassenfussballer trainiert in Giswil für die WM. (Bild: Corinne Ganzmann/Neue NZ)

Die Schweizer Nationalmannschaft der Strassenfussballer trainiert in Giswil für die WM. (Bild: Corinne Ganzmann/Neue NZ)

In der Nachmittagshitze flüchtet sich die Nationalmannschaft der Obdachlosen (Homeless) vor einem Trainingsspielchen in einen Theorieraum der Giswiler Gemeindeschule. Die Strategie für den 9. Homeless World Cup steht im Mittelpunkt. Am Samstag gehts los, nach Paris. Dort wird während einer Woche am Fuss des Eiffelturms in Konkurrenz mit weiteren 63 Nationen um den Weltmeistertitel im Strassenfussball gekämpft.

Zum Homeless-Nationalteam der Schweiz gehört auch der 21-jährige Nidwaldner Marco Zanni. Der Cousin des ehemaligen Fussball-Nationalspielers und FC-Basel-Verteidigers Reto Zanni landete nach 12 Jugendjahren beim SC Buochs im Drogenmilieu. Er hörte in der Gassenküche in Luzern vom Projekt Surprise-Strassensport. «Spass, Kontakt mit den Menschen, die Freude am Fussball, das Nationalteam – all das zusammen macht die Faszination am Street-Soccer (Strassenfussball) aus», erklärt er. Der noch junge Fussballer kann sich auch einen Neubeginn auf dem grünen Rasen gut vorstellen.

Primus Camenzind

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