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Special Olympics: Mitmachen kommt vor dem Rang

23 Athletinnen und Athleten vom SC Hüetli nehmen an diesem Wochenende an den Special Olympics in Genf teil. Mit dabei ist auch Michael Huber aus Alpnach.
Marion Wannemacher
Michael Huber freut sich auf die Special Olympics in Genf. Begleitet wird er von Coach Anita Regli (Bild: Marion Wannemacher (Sarnen, 24. Mai 2018))

Michael Huber freut sich auf die Special Olympics in Genf. Begleitet wird er von Coach Anita Regli (Bild: Marion Wannemacher (Sarnen, 24. Mai 2018))

«Ich bin parat», sagt Michael Huber und meint nicht nur die Abreise nach Genf in wenigen Stunden. Dieses Jahr wird er im Radsport an den Special Olympics teilnehmen und zwar in den Distanzen über 750 und 1500 Meter. Insgesamt 23 Athletinnen und Athleten vom SC Hüetli sind bis Sonntag an den Special Olympics vertreten. Mehr als die Hälfte von ihnen ist am Donnerstagmorgen bereits mit zwei Bussen samt Equipment aufgebrochen.

«Die Stimmung war aufgeregt, gespannt und voller Freude», beschreibt Anita Regli die Verfassung des Teams an der Abfahrt. Als Coach reist sie mit weiteren Betreuern und Sportlern mit dem Zug nach. Die Obwaldner messen sich in den Sportarten Basketball, Leichtathletik, Pétanque, Rad und Schwimmen.

Eine Pinnwand mit Urkunden und Medaillen

Nach der Sportphilosophie der Special Olympics, die 1968 in den USA gegründet wurden, geht es dabei nicht um die Leistung im Sport. Im Wettkampf soll nicht der schnellste, beste oder geschickteste Sportler erkoren werden, sondern die Athleten werden gemäss ihres individuellen Leistungsvermögens in möglichst gleich starke Gruppen eingeteilt. Die Leistung im eigentlichen Wettkampf soll also der gezeigten aus der Qualifikation entsprechen. Am Samstag und Sonntag finden die eigentlichen Wettkämpfe statt.

Michael Huber aus Alpnach gilt bereits als erfahrener Teilnehmer beim SC Hüetli. Daheim habe er eine Pinnwand mit Wimpeln, Urkunden und Medaillen von seinen Teilnahmen in Chur, La Chaux-de-Fonds und Bern, erzählt der 26-Jährige stolz. Und zwar in den Sportarten Basketball, Unihockey und Radfahren. In seiner Freizeit fährt er gern Velo, geht laufen oder schwimmen. In welcher Sportart er vertreten ist, scheint für ihn keine grosse Rolle zu spielen. Auch über seine Ergebnisse in Genf zerbricht er sich nicht den Kopf: «Mitmachen kommt vor dem Rang», zitiert Huber die Maxime des Teams vom SC Hüetli mit Überzeugung. Wenn er an seine Erlebnisse aus den vorherigen Jahren denkt, überzieht ein Strahlen sein Gesicht. «Es war einfach ein Fest, cool und lustig», beschreibt er. «Allein das Rahmenprogramm, die Eröffnungsfeier, der Galaabend...».

Die Eröffnungsfeier an sich ist schon ein Höhepunkt für die Athleten. Alle 1700 Sportler ziehen feierlich ein, die 23 Teilnehmer vom SC Hüetli in rotem Trikot mit Tafel voran. Durch Fackellauf und Ansprachen und Moderation von Christa Rigozzi und der Athletenkommission, sowie die Teilnahme von Rémy Pagani, dem Stadtpräsidenten von Genf, erhalten die Sportler Wertschätzung. Wie sehr freut sich Michael Huber auf die Begegnung mit den Promis? «Das ist Hammer, die sind genial», gibt er sich euphorisch. Daheim habe er ein Foto von sich mit Christa Rigozzi und Ex-Nationaltorhüter Jörg Stiel.

Spät ins Bett und früh wieder auf

Bereits seit 22 Jahren begleitet Anita Regli die Sportler vom SC Hüetli. Sie ist Teamleiterin der Aussenwohngruppe, ihr Engagement ist freiwillig. Einige Herausforderungen kommen auf die Betreuer an diesem Wochenende zu: «Es sind Wahnsinns-Eindrücke. Wir müssen darauf achten, dass sie sich nicht verlieren. Die Teilnehmer sind in einer grossen Gruppe ohne Eltern, alles ist neu, die Tage sind lang und es gibt zu essen, was es gibt.» Auch für die Betreuer gibt es bis Sonntag nicht allzu viel Schlaf: zwischen sechs und sieben Uhr ist Tagwache, halb zwölf geht es ins Bett.

Trotzdem weiss sie, warum sie sich immer wieder freiwillig für die Betreuung meldet: «Ich durfte manches erleben, was ich so noch nicht erlebt habe. Man muss sich auseinandersetzen mit Themen wie Sieg oder Niederlage, Fairness und es gibt Freundschaften.» Der SC Hüetli biete ein Fenster vom Erwachsenwerden und Erwachsensein. Ihr Fazit: «Du bekommst Zugang zu Erlebnissen, die du nirgends kaufen kannst.»

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