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Moderne Mobilität zieht Gross und Klein nach Kägiswil

Cargovelos, E-Trottinette und Testfahrten mit Elektroautos: Am Mobilitätsanlass "Bewegt 18" kam neben der Information über moderne Fortbewegungsmittel auch der Spass nicht zu kurz.
Franziska Herger
E-Trottinette machen allen Altersgruppen Spass. (Bild: Franziska Herger (Kägiswil, 8. September 2018))

E-Trottinette machen allen Altersgruppen Spass. (Bild: Franziska Herger (Kägiswil, 8. September 2018))

Eine ganze Truppe Buben schart sich am Mobilitätsanlass «Bewegt 18» auf dem Flugplatz Kägiswil um den Stand von Patrick Habermacher von der Abteilung Elektrotechnik der Hochschule Luzern in Horw. Kein Wunder: Das 3D-Modell vor ihnen blinkt nicht nur einladend, sondern zeigt auch die Zukunft: Einen typischen Tag im Jahr 2030, mit kleinen Zügen, Autos, Velos und Seilbahnen, die alle sowohl durch ein AKW als auch durch zahlreiche erneuerbare Energiequellen wie ein Pumpspeicherkraftwerk, Fotovoltaik- und Windkraftanlagen betrieben werden.

Ruth Burch und Tochter Kaya aus Kägiswil testen ein Elektro-Mobil bei "Bewegt 18". (Bilder: Franziska Herger (Kägiswil, 8. September 2018))
Cargovelos transportieren zwei mit der Kraft von einem.
Ein E-Motorrad wird getestet.
Patrick Habermacher von der Hochschule Luzern erklärt einem kleinen Besucher ein Modell mit verschiedenen Formen der Energieproduktion.
Dieses Tesla-Modell stiess auf besonders grosses Interesse.
Ernst Vogler aus Sarnen schaut sich ein Hybridauto an.
Kleine Besucher konnten sich auf Elektro-Geländemotorrädern austoben.
7 Bilder

Nachhaltig vorwärtskommen, lautet die Devise in Kägiswil

Gebannt schauen die Buben zu, wie grüne Energieströme hin- und her fliessen. «Das interessiert mich, weil ich nicht will, dass noch mehr böse Stoffe in die Atmosphäre gehen», sagt der 11-jährige Joel Fantelli aus Kerns bestimmt – und fasst damit gleich den Gedanken hinter dem zweitägigen Anlass zusammen. Die Obwaldner Energiestadt-Gemeinden, der Kanton und das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) wollen mit rund 30 Ausstellern die Besucher anregen, neben dem Auto auch andere Fortbewegungsmittel sinnvoll zu kombinieren.

Mit Muskelkraft ein Handy laden

Dass neben dem Nutzen für die Umwelt auch der Spass nicht zu kurz kommen muss, zeigt sich auf der Testfahrtstrecke, wo Cargovelos, E-Bikes und E-Roller munter um die Ecken sausen. Martin Zberg und Tochter Olivia haben die E-Trottinette ausprobiert. «Das war schon cool», findet der Buochser. Ein Elektroauto wäre aber eher eine Option, sagt Zberg. «Ich möchte auf ein Fahrzeug reduzieren, daher teste ich hier alles. Energie sparen ist das Wichtigste heutzutage.» Das finden auch Ruth Burch und Tochter Kaya aus Kägiswil, die sich am anderen Ende des Geländes in ein tiefergelegtes, offenes Elektro-Gefährt setzen. «Das ist wohl eher ein Fun-Mobil», lacht Ruth Burch. «Aber Elektroautos sind für mich die Zukunft.»

Eher an ein E-Bike denken Stefan Ottiger und sein Sohn Andrin aus Stalden. «Der Vorteil wäre, dass es nicht so streng ist», schnauft Andrin. Gerade haben die beiden am Stand des EWO 30 Sekunden lang auf dem Hometrainer alles gegeben – und damit genug Energie produziert, um 35 Minuten Radio zu hören. Zahlreiche andere Besucher wollen ausprobieren, ob sie es etwa schaffen, mit ihrer Muskelkraft ein Handy zu laden oder eine Etage mit dem Lift zu fahren. Andere Interessierte vergleichen die Preise von Hybridfahrzeugen zahlreicher Aussteller oder gleiten mit Elektroautos fast lautlos über den Flugplatz. Auch Segelflugzeuge und verschiedene Referate zum Thema nachhaltige Mobilität werden den Besuchern geboten.

Fortsetzung ist nicht ausgeschlossen

OK-Präsident Ruedi Windlin zeigt sich am Sonntag «überglücklich» über den Anlass. «Wir hatten sehr unterschiedliche, sehr interessierte Besucher.» 5000 waren erwartet worden. «Wir haben zwar nicht gezählt, aber ich schätze, dass wir die Grenze geknackt haben», sagt Windlin. Mit 130 war die Zahl der Parkplätze bewusst niedrig gehalten worden. Es habe gereicht, so der OK-Präsident. «Die meisten kamen wie beabsichtigt mit dem Velo oder dem ÖV.»
Wird es in Zukunft wieder ein «Bewegt» geben? Das Konzept müsste der Abwechslung halber geändert werden, meint Ruedi Windlin. Und auch das Budget von 150000 Franken wäre zu verringern. Doch er schliesst eine Fortsetzung in einigen Jahren nicht aus. «Der Erfolg gibt Anlass dazu.»

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