MÖRLIALP: Die Beschneiungsanlage bringt mehr Geld

Die Giswiler Skilifte Mörlialp AG kehrten letzte Saison zu den schwarzen Zahlen zurück. Auch für die Zukunft ist Optimismus angesagt.

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Rund 10'000 Kubikmeter Wasser fasst der künstliche Speichersee für die neue Beschneiungsanlage auf der Mörlialp. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Rund 10'000 Kubikmeter Wasser fasst der künstliche Speichersee für die neue Beschneiungsanlage auf der Mörlialp. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

«Noch nie konnten wir so gute Pisten anbieten», blickt Verwaltungsrats-präsident André Strasser auf die Wintersaison 2007/08 zurück. Das «Rezept»: Die Skilifte Mörlialp AG haben ihre Pisten im unteren Teil des SkigebiFür den VR-Präsidenten ist die Investition von rund 1,5 Millionen Franken natürlich auch ein Versprechen für die Zukunft.

«Derzeit sind wir daran, neue Angebote im Bereich des sanften Tourismus auf der Mörlialp zu prüfen», sagte André Strasser gestern. Zum Beispiel Schneeschuhlaufen oder Winterwanderungen.etes erstmals künstlich beschneit.

Der schlechte Winter 2006/07 wirkt noch immer nach
Die verbesserten Schnee- und Pistenverhältnisse haben sich auch auf die Erträge niedergeschlagen. «Der Umsatz konnte mehr als verdoppelt werden und liegt bereits wieder auf der Höhe sehr guter Jahre», schreibt André Strasser in seinem Jahresbericht zuhanden der Generalversammlung.

In Zahlen: Der Verkehrsertrag Skilifte betrug in der vergangenen Saison 2007/08 rund 660'000 Franken gegenüber 286'000 Franken im Vorjahr. Gut präsentierte sich auch der Gastronomie-Ertrag: Waren es 2006/07 rund 227'000 Franken, konnte der Gastrobereich letzte Saison rund 452'000 Franken Ertrag verbuchen.

Unter dem Strich ergibt sich ein positives Jahresergebnis 2007/08 von gut 30'000 Franken. «Eine Belastung ist noch immer der miserable Winter 2006/07», so André Strasser im Jahresbericht. Damals mussten die Skilifte Mörlialp AG ein Defizit von rund 132'000 Franken hinnehmen.

Der neue Speichersee hat ein interessantes Detail
Zur neuen Beschneiungsanlage auf der Mörlialp gehört auch ein künstlicher, bis zu 8,5 Meter tiefer Speichersee. Er ist rund 200 Meter oberhalb der Talstationen erstellt worden. Der See weist eine Oberfläche von 2000 Quadratmetern auf und fasst rund 10'000 Kubikmeter Wasser.

Ein interessantes Detail: Der künstliche Speichersee wurde nicht wie üblich mit Folien ausgekleidet, sondern mit Lehm, der im Gebiet bereits vorhanden war. «Diese Lösung hat sich bewährt», sagte VR-Präsident Strasser

Robert Hess