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Steiniger Weg führt zur Nomination für Obwaldner Nationalrat

Rege Diskussionen um das parteiinterne Wahlverfahren und die Wahlchancen prägten den Nominationsanlass der SVP Obwalden vom Freitag. Schliesslich gab es doch eine klare Siegerin.
Robert Hess
Die Nationalratskandidatin der SVP Obwalden: Monika Rüegger. (Bild: Robert Hess, Alpnach, 14. Juni 2019)

Die Nationalratskandidatin der SVP Obwalden: Monika Rüegger. (Bild: Robert Hess, Alpnach, 14. Juni 2019)

Um zirka 22.30 Uhr am vergangenen Freitagabend war es endlich soweit: Die rund 100 Anwesenden der SVP Obwalden nominierten in Alpnach die 51-jährige Engelberger Kantonsrätin und Parteipräsidentin Monika Rüegger als Nationalratskandidatin für die eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober. Vorangegangen waren lange Diskussionen.

Die Geschäftsleitung der SVP hatte mit der Vorbereitung der Nomination den früheren langjährigen Parteipräsidenten und Kantonsrat Albert Sigrist betraut. Er führte auch den Nominationsanlass. Sigrist zeigte das Verfahren auf, das mit Umfragen bei den Ortsparteien begonnen habe. Später seien zwei Personen in den Vordergrund gerückt und im Mai sei der Entscheid in einer geheimen Abstimmung unter den Delegierten gefallen. «Es war ein schwieriger Entscheid», so Sigrist, «denn zwei sehr gute Kandidaten standen einander gegenüber.» Aber man habe während des ganzen Verfahrens klar kommuniziert, dass der Nominationsversammlung nur eine Person unterbreitet werde. «Wir schlagen als Nationalratskandidatin unsere Präsidentin Monika Rüegger vor», erklärte Sigrist.

Der Versammlung war inzwischen bekannt, dass es sich beim unterlegenen Kandidaten um den Sarner Landwirt und Kantonsrat Peter Seiler handelte.

Wer hat die besseren Wahlchancen?

Den «Diskussionsstein ins Rollen» brachte der Giswiler Umberto Saxer. Er stellte an der Versammlung den Antrag, über beide Kandidaturen abzustimmen. In der Folge kam es zu teilweise heftigen Diskussionen. Kritisiert wurde das Verfahren, es sei falsch, nur eine Kandidatur zu unterbreiten. Zudem wären die Wahlchancen von Peter Seiler besser, vor allem über die Parteigrenzen hinaus. Andererseits wurde betont, dass die SVP die Gelegenheit nutzen müsse, mit einer «sehr gut qualifizierten Frau» in den Wahlkampf zu steigen. Seiler wurde aus der Versammlung mehrmals zur Kandidatur aufgefordert. Eine solche könnte auch gegen seinen Willen sein. Peter Seiler lehnte aber eine Kandidatur kategorisch ab. «Ich werde nicht wortbrüchig», sagte er. «Ich habe die Spielregeln gekannt und akzeptiert und stehe deshalb nicht zur Verfügung».

Auf Anregung von Kantonsrätin Isabella Kretz zog sich die Geschäftsleitung zu einer Beratung über das weitere Vorgehen zurück. Sie kam zum Entschluss, über den Antrag Saxer doch noch abzustimmen. Er wurde aber mit 52 zu 35 Stimmen abgelehnt. Dies machte den Weg frei für eine praktisch einstimmige Nomination (bei einigen Enthaltungen) von Monika Rüegger. «Nun haben wir doch noch eine strahlende Siegerin», kommentierte Nominationsleiter Albert Sigrist.

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