MOTION: Rauchverbot wird auch in Obwalden Thema

In Obwalden ist Anfang 2006 eine Motion der SP zum Thema Rauchverbot behandelt worden. Die SP verlangte ein Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen.

Drucken
Teilen
(Symbolbild Keystone)

(Symbolbild Keystone)

In Gaststätten dürfte nur noch in abgetrennten Fumoirs geraucht werden analog zum Gegenvorschlag der CVP Nidwalden.

Die Regierung antwortete, dass es «ganz grundsätzlich nicht sinnvoll ist, Rauchverbote für alle öffentlich zugänglichen Räume sowie Gastrobetriebe auf kantonaler Ebene zu erlassen.» Ein wirkungsvoller Schutz vor Passivrauchen mache Sinn, wenn eine gesamtschweizerische Lösung realisiert werde. Kantonale Einzellösungen würden nur zu einer «allgemeinen Verwirrung» führen. Der Kantonsrat überwies die Motion als Postulat mit dem Hinweis, dass die Frage bei einer nächsten Revision des Gesundheitsgesetzes zu prüfen sei.

«Das Finanzdepartement, das seit März verantwortlich für den Gesundheitsbereich ist, plant fürs nächste Jahr eine Revision. Dann wird diese Frage aufgenommen und eine kantonale Regelung diskutiert», sagt Departementssekretär Christoph Niederberger.

Parteien werden nicht aktiv
Eine Umfrage unter den Obwaldner Parteien macht klar: Zurzeit will sich niemand am Rauchverbot die Finger verbrennen. Am offensten ist die SP, wie Präsident Beat von Wyl sagt: «Die Stimmung für rauchfreie Räume ist positiv.» Trotzdem plant die Partei derzeit keine Vorstösse in Richtung Verbot.

Walter Küchler ist Präsident von Gastro Obwalden. Er sagt: «Klar müssen wir uns damit auseinandersetzen. Aber wir warten ab, wie das Parlament in Bern entscheidet.» Er selber könnte mit einem Rauchverbot leben. «Doch es gibt viele kleinere Lokale, ?Fürabigbeize? oder ?Besenkammern?, die es hart treffen würde.»

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.