MOTORFAHRZEUGSTEUERN: Keine Steuern für Obwaldner «Öko-Autos»

Fahrzeuge, die wenig Schadstoffe ausscheiden, sollen während zwei Jahren von der Verkehrssteuer befreit werden. Dies schlägt der Obwaldner Regierungsrat im Rahmen der Gesamtrevision der Strassenverkehr- und Schifffahrtgesetzgebung vor.

Drucken
Teilen
Ex-Miss-Schweiz Lauriane Gilliéron wirbt in Genf für Erdgas-Autos. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Ex-Miss-Schweiz Lauriane Gilliéron wirbt in Genf für Erdgas-Autos. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Die Regierung will mit dieser Revision das Anliegen des Kantonsrats aufnehmen und Massnahmen einführen, um den CO2-Ausstoss zu verringern. Energieeffiziente Personenwagen sollen deshalb während zwei Jahren ab Inverkehrsetzung von der Verkehrssteuer befreit werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei vom Donnerstag.

Die Energieeffizienz bemisst sich nach der Energieetikette des Bundes, die über den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoss der Personenwagen informiert. Diese Ettikette unterteilt die Fahrzeuge in Kategorien von A bis G. A steht für ein energieeffizientes Auto, G für ein ineffizientes. Die zweijährige Steuerbefreiug soll für Personenwagen der Kategorie A gelten.

Zuschlag für ineffiziente Autos
Der Steuerausfall, der durch die befristete Steuerbefreiung zu erwarten ist, soll mit einem Zuschlag von 30 Franken auf die Verkehrssteuer der Autos der schlechtesten Effizienzkategorie kompensiert werden.

Ein weiterer Revisionspunkt ist die Besteuerung der Sattelfahrzeuge. Nach geltendem System wird auf Sattelschlepper und auf Sattelanhänger eine Verkehrssteuer erhoben. Dies führe zu einer Verschiebung der Anhänger in den Kanton Nidwalden, wo diese nicht besteuert werden, heisst es weiter. Neu soll deshalb dasselbe Steuersystem gelten wie in Nidwalden.

Der Regierungsrat gibt den Entwurf für die Gesamtrevision derStrassenverkehr- und Schiffahrtgesetzgebung in die Vernehmlassung. Diese dauert bis zum 21. August 2008.

sda