Muni auf der Flucht von Polizist erschossen

Ein Muni sollte in Kerns geschlachtet werden. Sein Leben endete jedoch vorzeitig - beim Flugplatz Kägiswil durch drei Schüsse der Polizei.

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Der Muni badet in der Sarneraa. Kurz darauf wurde er erschossen. (Bild: Leserbild Otto Steiner)

Der Muni badet in der Sarneraa. Kurz darauf wurde er erschossen. (Bild: Leserbild Otto Steiner)

Beim Abladen in Kerns vor der Metzgerei lief ein Muni, der zur Schlachtung vorgesehen war, davon. Gemäss dem Metzger lief er in Richtung Hobiel. Via Sarnen gelangte er im Unterdorf in die Sarneraa. Nach der Meldung des Besitzers um 10.24 Uhr an die Polizei rückten zwei Zweierpatrouillen aus. «Ziel war es, das Tier wieder einzufangen, damit es nicht zu einem Verkehrsunfall oder zu Personenschäden kommt», sagt Pikettoffizier Fredy Blättler. Doch das war nicht möglich.

Widerspüchliche Aussagen zur Anzahl Schüsse

Als dann der Muni auf der Höhe des Flugplatzes Kägiswil wieder aus dem Wasser stieg, wurde er von der Polizei mit drei gezielten Schüssen, zwei davon in den Kopf und einer ins vordere Schulterblatt, getötet. «Das geschah in Absprache mit dem Besitzer», sagt Blättler. «Das Tier stand unter grossem Stress.» Eine Betäubung kam darum nicht in Frage. Ein Augenzeuge sprach von zehn Schüssen der Polizei. Das stimme nicht, sagt Blättler. Vielleicht habe es einen Widerhall gegeben. Eine Viertelstunde nach der Meldung des Besitzers war der Muni tot.

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.