Die Feldmusik Sarnen spielt musikalische Seufzer aus Spanien

Die Feldmusik lädt zu ihren Winterkonzerten. Im Mittelpunkt steht die Klarinette als Soloinstrument.

Primus Camenzind
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Die Feldmusik Sarnen bereitet ihr Winterkonzert vor.

Die Feldmusik Sarnen bereitet ihr Winterkonzert vor.

Bild: Primus Camenzind (3. Januar 2020)

Seit Beginn seiner Tätigkeit in Sarnen hat sich Chefdirigent Sandro Blank zum Ziel gesetzt, regelmässig Instrumentalisten aus den Reihen des prächtigen sinfonischen Blasorchesters als Solisten vorzustellen.

An den Konzerten vom Samstag und Sonntag, 18. und 19. Januar, ist es Nicola Katz, Inhaber des Konzertdiploms und verschiedener Masterabschlüsse der Hochschule Luzern – Musik. Seit geraumer Zeit wirkt Katz auch als Konzertmeister der Feldmusik.

Nach der einleitenden «Danza Colorista», einer Ballettmusik von Rafael Mullor Grau (*1962), gibt der 34-jährige, in Zug aufgewachsene Solist auf seiner Klarinette das von Emotionen und Rhythmen geprägte «Concierto para Clarinete y Banda» von Oscar Navarro (*1981) zum Besten. Der spanische Komponist provoziert mit seinem Werk die Vielfältigkeit und die immensen technischen Möglichkeiten dieses Instrumentes.

Gleichzeitig gibt er dem Interpreten die Möglichkeit, dessen Spielfähigkeit und Virtuosität unter Beweis zu stellen. Das Concerto ist ausserdem durchsetzt von Flamencomusik, der eigentlichen Basis spanischer Folklore.

Orchestrale Klanglichkeit

Ein weiteres Hauptwerk des Abends ist die Sinfonie «States of Mind» von Teodoro Aparicio Barberán (*1967). Das 2007 entstandene Werk orientiert sich am Buch «Ars Rhetorica» von Aristoteles. Barberán gab den drei Sätzen deshalb die Titel «Logos» (Grund), Pathos (Gefühl) und Ethos (Moral). Dirigent Sandro Blanc ist es gelungen, mit der Wahl dieser herausfordernden Komposition die klanglichen Vorzüge seines Orchesters zur Geltung zu bringen.

Zwei weitere Seufzer

Der Überschrift «Suspiros de España» werden in besonderem Masse auch die beiden weiteren Stücke des Programms gerecht. Es sind dies «Angelita», ein konzertanter Pasodoble von Luis Serrano Alarcón (*1972), sowie «Estampes Simfoniques» von Joaquim Serra (1907-1957) mit der Linedance ähnlichen «Danza Gitana» und einer ausgelassenen «Fiesta Andaluza».

Samstag, 18. Januar (20 Uhr) und Sonntag, 19. Januar (17 Uhr) – Aula Cher Sarnen. Leitung Sandro Blank, Solist Nicola Katz. Keine Platzreservation; Türkollekte; Restauration.