Mutter (60) eifert ihrer Tochter im Sportrudern nach 

Die 60-jährige Engelbergerin Barbara Furler-Merloni ist eine der Teilnehmerinnen eines Masters-Frauen-Doppelvierers an der Ruderregatte auf dem Sarnersee. Sie geht mit ihren Viererpartnerinnen für den Seeclub Stansstad an den Start.

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Barbara Furler: «Ich habe den Anspruch, mich zu verbessern und etwas dazu zu lernen.» (Bild: PD)

Barbara Furler: «Ich habe den Anspruch, mich zu verbessern und etwas dazu zu lernen.» (Bild: PD)

Wie sind Sie zum Rudern gekommen?

Barbara Furler: Ich habe erst sehr spät mit dem Rudern begonnen, aber letztendlich bin ich durch meine Tochter zum Rudern gekommen.

Ihre Tochter Serafina hat zuletzt 2016 in Rotterdam die Silbermedaille an den U23-Europameisterschaften im Doppelvierer errungen. Möchten Sie ihr jetzt nacheifern?

Ich gebe mein Bestes, bin mir aber bewusst, dass ich ihre Leistungen nie erreichen werde und ihr nicht nacheifern kann. Sie gibt mir gute Tipps und motiviert mich. Und auch Jan Schäuble, der Sohn meiner Viererpartnerin Sabine Schäuble, ist sehr erfolgreich. (Er hat gerade den 7. Rang im Leichtgewichtseiner an der Europameisterschaft in Luzern erreicht, Red.), was mich zusätzlich motiviert.

Können Sie von ihm etwas abschauen?

Sicher, aber am besten war es, dass Jan eine Ausfahrt von uns begleitet hat und uns Tipps gegeben hat.

Warum betreiben Sie denn Rudern als Wettkampfsport?

Ich habe den Anspruch, mich zu verbessern und etwas dazuzulernen. Und je mehr man dazulernt und die Rudertechnik verbessert, desto besser, schneller und leichter läuft das Boot. Und wir werden als Team mehr und mehr eine Einheit.

Werden Sie denn Ihr Trainingspensum erhöhen?

Ich denke, ich mache genug Sport und möchte vor allem polysportiv bleiben, weiter Mountain-Bike und Renner fahren, Langlaufen, Skitouren machen, Joggen und Jazztanz betreiben.

Wie schätzen Sie die Chancen Ihres Teams an der Regatta in Sarnen ein?

Wir gehören zu den ältesten Teilnehmerinnen, aber es ist schön, wenn wir uns mit den Jüngeren messen können. Zugute kommt natürlich, dass es im Mastersrudern nicht nur ehemalige Spitzenathleten gibt, sondern viele, die ähnlich spät mit dem Rudern angefangen haben wie wir. Gut dafür sind Projekte wie die «Ruderratten» in Luzern oder die «Freshmen» in Zürich oder das Masterscamp des Schweizer Ruderverbandes, wo auch zur Teilnahme an Regatten animiert wird. (pd/mvr)

35. Treffen der Ruderer

(pd/mvr) Am Wochenende findet die 35. Internationale Sarner Ruderregatta statt. Nach Melderekorden der Schweizer Regatten in Lauerz, Schmerikon und Cham kann sich das OK in Sarnen unter Leitung von Präsidentin Dorothy Rosenberger auch auf ein hervorragendes Meldeergebnis freuen. Mit 1411 Booten richten die RuderclubsStansstad und Sarnen nicht nur die grösste Ruderregatta in der Schweiz, sondern in ganz Europa aus. Rekordverdächtig sind die Meldezahlen bei den Masterfrauen, wo am Sonntag (ab 13.45 Uhr) vier Achter oder acht Doppelvierer (16.10 Uhr) um den Sieg kämpfen werden. Das Mastersrudern beginnt mit der Altersklasse ab 27 Jahren.