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Nach 222 Jahren und acht Generationen feiert die Sarner Dillier Feuer und Platten AG ihr Schnapszahl-Jubiläum

Vor 222 Jahren wurde die Dillier Feuer und Platten AG durch Stammvater Heinrich Dillier gegründet. Das Jubiläum des Traditionsbetriebs bringt auch Nachwuchs in der Geschäftsleitung.
Robert Hess
Sie bestimmen heute die Geschicke der Firma: Benno Dillier, Marcel Dillier und Andreas Dillier (von links). (Bild: Robert Hess (Sarnen, 29. April 2019))

Sie bestimmen heute die Geschicke der Firma: Benno Dillier, Marcel Dillier und Andreas Dillier (von links). (Bild: Robert Hess (Sarnen, 29. April 2019))

«Das Geburtsjahr unseres Unternehmens wird selbstverständlich innerhalb der Familie und der Mitarbeiter sowie unter Freunden und Kunden gebührend gefeiert», sagt der 60-jährige Verwaltungsratspräsident der Dillier Feuer und Platten AG, Benno Dillier-Durrer. Der CVP-Kantonsrat hat sich entschlossen, noch bis 2024 an der Spitze des Familienunternehmens zu bleiben, doch operativ wollte er kürzertreten. «Für mich ist es ein Glücksfall, dass mein Sohn Andreas Anfang dieses Jahres in die Geschäftsleitung unseres Familienbetriebes eintreten konnte.»

Der 32-jährige Andreas ist als diplomierter Plattenleger-Meister bereits seit fünf Jahren im Betrieb und führt das Unternehmen künftig gemeinsam mit seinem 53-jährigen Onkel Marcel Dillier-Enz, der diplomierter Hafnermeister ist.

Familienmitglieder machen die Lehre ausserhalb

Die Brüder Benno und Marcel sind die Söhne von Max Dillier-Albert. Sie konnten das Ofenbau- und Plattengeschäft 1991 in 7. Generation von ihrem Vater übernehmen. Damals erhielt das Unternehmen auch seinen heute bekannten Namen «Dillier Feuer und Platten AG» mit Zweigniederlassungen in Stans und Luzern. Es beschäftigt heute insgesamt 22 Mitarbeiter. Lehrlinge werden als Plattenleger und Ofenbauer ausgebildet. Auch Michaela, die jüngste Tochter von Benno Dillier, hat sich als Plattenlegerin ausbilden lassen. Die Lehre hat sie, wie alle andern Mitglieder der Familie Dillier auch, bewusst ausserhalb des eigenen Betriebes absolviert.

Für Andreas Dillier-Wallimann ist der Eintritt in die Geschäftsleitung als Vertreter der 8. Generation «mit Freude und Herausforderung» verbunden. Er ist überzeugt, dass er neue Ideen und Impulse in die Firma einbringen kann. Marcel und Andreas Dillier wollen gemeinsam «den erfolgreichen Weg des Familienunternehmens mit einem Mix aus Tradition und Innovation weiterführen», wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung sagten. In den vergangenen Jahren hat sich das Schwergewicht der Geschäftstätigkeit vom Ofenbau zum Plattenbau (85 Prozent) verschoben.

Der Stammvater holte noch Lehm aus den Wäldern

Das war zur Gründerzeit des Familienbetriebes 1797 noch anders: Stammvater Heinrich Dillier schaffte bei der Gründung seiner eigenen Firma «noch mühselig Lehm und Ton aus den umliegenden Wäldern herbei, stellte daraus Kacheln her und verschaffte sich einen vorzüglichen Ruf als versierter Ofenbauer», heisst es in der Chronik. Ab 1808 beschriftete er die Kacheln gar mit «Meister Heinrich Dillier». 1827 signierte er seine letzte Kachel und Sohn Heinrich trat in Vaters Fussstapfen. Der Weg durch die Generationen ging bis zur 8. Generation und dem 222-jährigen «Schnapszahl-Jubiläum» weiter.

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