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Nach dreissig Jahren wird auf Melchtaler Alp wieder gekäst

Aus Eigeninitiative wurde auf der Alp Obere Lachen die Alphütte saniert – ein bleibendes Werk für die jüngere Generation.
Paul Küchler
Die sanierte Alphütte. (Bild: Paul Küchler (Melchtal, 18. Juli 2018))

Die sanierte Alphütte. (Bild: Paul Küchler (Melchtal, 18. Juli 2018))

Auf der Alp Obere Lachen im Melchtal ist so etwas wie «neues Leben eingekehrt», nachdem die renovationsbedürftige Alphütte saniert werden konnte. Die Wohn- und Aufenthaltsräume, die Feuerstellen zum Kochen und zum Käsen, der Käsekeller und die sanitarischen Einrichtungen wurden zeitgemäss instand gestellt. Das Projekt erforderte von der Bewirtschafterfamilie Hans­ueli und Edith Spichtig und den Eltern Toni und Lisbeth Spichtig einen grossen Einsatz. Toni Spichtig sagte dazu, «es war immer meine Vision, etwas Bleibendes für die nächste Generation zu erhalten, und es freut mich, zu sehen, wie schon die Grosskinder mit Freude auf der Alp mithelfen und es ihnen gefällt». Beim Augenschein vor Ort erzählte er, wie er schon in ganz jungen Jahren drei Alpsommer auf einer Alp war, wo er auch käsen durfte. Die Verbindung zu den Alpen blieb in seinem Innersten stets erhalten, auch wenn er während mehr als 40 Jahren im Teilzeitpensum als Bus-Chauffeur arbeitete.

Viele Fronstunden waren erforderlich

Spichtigs konnten die Alp Obere Lachen 2015 in Pacht übernehmen. Anfänglich bewirtschafteten sie die Alp nur mit Jungvieh, setzten sich aber zum Ziel, Milch zu produzieren und diese zu Käse und Butter zu verarbeiten. Deshalb befassten sie sich auch gleich mit dem Gedanken, die Alphütte zu sanieren. Dazu mussten sie die notwendigen Bewilligungen einholen, Kontakte für Einsätze von freiwilligen Helfern aufnehmen und Spenden generieren. Insgesamt wurden bei Lehrlingseinsätzen rund 650 Arbeitsstunden geleistet und von den Spichtigs und Lernenden in der landwirtschaftlichen Ausbildung auf dem Heimbetrieb Weid kamen nochmals gesamthaft rund 1600 Stunden als Eigenleistung dazu. Ohne den Einsatz von vielen Helfern und einem Beitrag der Coop-Patenschaft für Berghilfe und weiteren Unterstützungen wäre das Projekt nicht tragbar gewesen, auch wenn von der Alpgenossenschaft ausserhalb der steinernen Brücke als Besitzerin ein Betrag von maximal 50'000 Franken in Aussicht gestellt wurde.

In der umgebauten Alphütte wird jetzt nach 30 Jahren Unterbruch wieder Käse hergestellt. Es werden dort 17 Kühe, mehrere Rinder und einige Esel und Ziegen gehalten. Die Arbeiten werden von Toni Spichtig zusammen einem pensionierten Bauer aus dem Zürcher Oberland und dessen Frau erledigt. Der produzierte Bio-Alpkäse wird «Lachä-Horn Chäs» genannt, weil dort nur Kühe mit Horn gehalten werden. Die Bewirtschafterfamilie Spichtig will diesen Käse vorwiegend auf ihrem Erlebnisbauernhof in Kerns und bei speziellen Gelegenheiten absetzen wie beispielsweise an der heimischen Alpabfahrt und am Kernser Markt.

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