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Nach schwierigen Zeiten ist man bei Kiss Obwalden «guten Mutes»

Die Genossenschaft Kiss Obwalden hat von der Obwaldner Kantonalbank den ersten Förderpreis für Sozialengagement erhalten. Er ist mit 20'000 Franken dotiert.
Marion Wannemacher
Bankratspräsident Daniel Dillier (links) überreicht Kiss-Präsidentin Pia Halter und Geschäftsleiter Armin Beck den Preis. Bild: Marion Wannemacher (Sarnen, 22. August 2019)

Bankratspräsident Daniel Dillier (links) überreicht Kiss-Präsidentin Pia Halter und Geschäftsleiter Armin Beck den Preis. Bild: Marion Wannemacher (Sarnen, 22. August 2019)

Die Freude bei den Genossenschaftern von Kiss Obwalden ist gross. Gerade eben hat Bankratspräsident Daniel Dillier mit warmen Worten den ersten OKB-Förderpreis für Sozialengagement der Präsidentin Pia Halter übergeben: Einen gravierten Guberstein gibt es zur symbolischen Erinnerung. Unter fünf Bewerbern hat sich die Bank für die 2013 gegründete Institution entschieden. Nach 22 Jahren Sozialsponsoring können sich gemeinnützige Vereine und Institutionen um den Preis bewerben.

Grosses Danke fürs Engagement für Obwalden

Dillier zitiert ein Sprichwort aus dem Jahresbericht von Kiss: «Zeit ist ein so kostbares Gut, dass man es nicht einmal für Geld kaufen kann.» Die Genossenschaft habe den Wert der Zeit für den Zusammenhalt in der Gesellschaft erkannt. «Das Engagement für den Kanton Obwalden, für die Bevölkerung und für uns alle wissen wir zu schätzen», betonte er.

«Der Preis zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind mit der Freiwilligenarbeit in dieser Form», freut sich Pia Halter. Der Preis sei eine sehr schöne Anerkennung, sagte sie in ihrer Dankesrede. Noch vor etwa zwei Jahren hatte Kiss Obwalden zu einem Podium eingeladen, um auf die finanzielle Lage aufmerksam zu machen. Damals ging die Präsidentin von einem jährlichen Aufwand von über 100'000 Franken aus. Doch bis Oktober 2017 waren der Genossenschaft erst 37'000 Franken zugesagt worden. Wie steht es mittlerweile um die Genossenschaft? «Wir haben den Aufwand deutlich herunter geschraubt. Dies betrifft vor allem die Personalpensen für die Geschäftsstelle, die nun statt mit 100 mit 80 Stellenprozent auskommt», sagt Beat Schlegel. Er ist im Verwaltungsrat zuständig für Finanzen. «Die Aufbauphase der ersten Jahre ist vorbei, sodass wir unseren jährlichen Aufwand auf rund 79'000 Franken begrenzen können.»

Nebst den Personalkosten fielen auch Kosten für die Nutzung der Jugendbox sowie für IT, Telefon und Versicherungen an, betont die Präsidentin im Dankeschön an den Bankratspräsidenten. Auch brauche es Weiterbildungen. Der schöne Batzen durch den Förderpreis kommt da gerade recht. «Unser Ziel ist, dass wir mindestens einen Betrag in Höhe eines Jahresaufwands als Rückstellung haben», sagt Schlegel. Für 2019 sei dieses Ziel trotz einer anonymen Spende über 20'000 Franken und Rückstellungen von Ende 2018 von knapp 28'000 Franken noch nicht erreicht. Kiss erhält finanzielle Unterstützung von verschiedenen Kirchgemeinden und allen politischen Obwaldner Gemeinden ausser Sachseln und Engelberg. Kerns sicherte diese neu zu. «Wir sind guten Mutes», beschreibt Kiss-Geschäftsleiter Armin Beck die Stimmungslage.

Mittlerweile haben sich 300 Mitglieder bei Kiss registriert, 86 sogenannte «Tandems» aus Helfer und Bezüger sind aktiv. Im vergangenen Jahr wurden rund 2300 Stunden Dienste geleistet, wahrscheinlich sogar Stunden bedeutend mehr, mutmasst Beat Schlegel. «Regelmässige Hilfsdienste führen zu Freundschaften, manchmal rechnen die Partner die geleisteten Stunden nicht mehr ab.» Pia Halter fügt hinzu: «Genau das wollen wir ja, dass die Menschen nicht vereinsamen.»

Für den OKB-Förderpreis für Sozialengagement 2020 können sich gemeinnützige Institutionen ab sofort bewerben: www.okb.ch/foerderpreis

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