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Nach wie vor finden Gespräche zwischen den Bahnen statt

Titlis-CEO Norbert Patt betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit unter den Bahnen für die Destination Engelberg. Albert Infanger, Verwaltungsratspräsident der Brunnibahnen, ist guter Dinge, dass eine neue Vereinbarung zustande kommt.
Martin Uebelhart

Die Brunni-Bahnen seien von der Kündigung der Zusammenarbeitsvereinbarung überrascht worden, hält Verwaltungsratspräsident Albert Infanger auf Anfrage fest – auch vom Zeitpunkt. Seit 20 Jahren arbeiteten die Bahnen eng zusammen und die Vereinbarung sei erst vor zwei Jahren unterzeichnet worden. «Das ist für uns nicht nachvollziehbar», so Infanger. «Wenn keine Nachfolgeregelung gefunden wird, werden die Tages-, Mehrtages-, Saison- und Jahreskarten fürs Titlis-Gebiet bei uns keine Gültigkeit mehr haben», sagt Infanger zu den Folgen. Das bedeute, dass man nicht mehr als gemeinsames Skigebiet auftreten könnte und die Brunni-Bahnen müssten ihr Ticketsortiment auf die neue Situation anpassen.

Nach wie vor fänden formelle sowie informelle Gespräche zu strategischen und operativen Punkten statt, sagt Infanger, und das sei auch gut so. Die grundsätzliche Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften sei aber ein strategisches Thema. «Wir haben auf schriftlichem, formellem Weg vor allem auf Punkte hingewiesen, die für uns nicht nachvollziehbar sind», hält Infanger fest. Sobald der Verwaltungsrat der Titlis-Bahnen nach der Generalversammlung vom Freitag neu formiert sei, werde der Austausch zwischen den beiden Verwaltungsräten zuoberst auf der Agenda stehen. Dann sollen auch formelle Verhandlungen in Angriff genommen werden. Zudem habe man auch Rücksicht auf den kürzlichen Ski-Unfall von Titlis-Verwaltungsratspräsident Hans Wicki genommen.

Infanger ist guter Dinge, dass es wieder zu einer Vereinbarung mit den Titlis-Bahnen kommen wird. «Wir müssen uns in zentralen strategischen Fragen finden, und auch wenn wir im Vergleich zu den Titlis-Bahnen ein kleines Unternehmen sind, unsere Position klar kommunizieren und auch verteidigen. Ganz im Sinne unserer Gäste, Aktionäre und Mitarbeiter.»

Titlis-Bahnen nehmen aktuell keine Stellung

Die Brunni-Bahnen sprächen sich klar für den Fortbestand von Angeboten aus, welche in der ganzen Destination Engelberg Gültigkeit hätten, hält Infanger weiter fest. Wir haben deshalb beschlossen, dass die Wanderkarten und die Sommersaisonabos auf unseren Anlagen trotz der Kündigung Gültigkeit haben – dies, obwohl für die Sommerprodukte keine vertragliche Vereinbarung besteht.

Titlis-CEO Norbert Patt wollte auf Fragen zum derzeitigen Verhältnis zwischen den beiden Bahnen und zur Kündigung des Zusammenarbeitsvertrags keine Stellung nehmen. «Wir sind am Beginn der Verhandlungen», sagte er auf Anfrage. «Ziel ist es, dass wir einen neuen Vertrag aushandeln können, der die heutigen Begebenheiten berücksichtigt.» Eine optimale Zusammenarbeit aller Leistungsträger sei zentral und wichtig für die Destination Engelberg, betonte Patt.

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