NATURGEFAHREN: Panoramastrasse wird besser geschützt

Die Panoramastrasse zwischen Giswil und Sörenberg soll besser vor Hangmuren und Steinschlag geschützt werden. Der Kanton Obwalden will deshalb am Alpoglerberg zwischen 2015 und 2018 ein 180'000 Franken teures Aufforstungsprojekt realisieren.

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Die Panoramastrasse zwischen Giswil und Sörenberg soll mit Aufforstungen vor Naturgefahren nachhaltig geschützt werden. (Bild: Archiv Neue OZ)

Die Panoramastrasse zwischen Giswil und Sörenberg soll mit Aufforstungen vor Naturgefahren nachhaltig geschützt werden. (Bild: Archiv Neue OZ)

In der Vergangenheit wurde die Panoramastrasse zwischen Obwalden und Luzern wiederholt durch Unwetter in Mitleidenschaft gezogen. Unterhalb der Nordostflanke des Alpoglerbergs wird sie schon heute durch Schutzwälder und eine Lawinenverbauung geschützt.

Die Aufforstungen zum Schutz der Strasse sind seit den 1970er-Jahren in Gang. Mit der aktuellen Aufforstung, welche eine ältere Lawinenverbauung ersetzt, würden diese Massnahmen nun abgeschlossen, teilte die Obwaldner Staatskanzlei am Donnerstag mit.

Insgesamt sollen 3800 Fichten in Gruppen gepflanzt werden. Um die Bäumchen vor lokalen Schneebewegungen schützen zu können, werden 380 Holzgestelle - so genannte Dreibeinböcke - errichtet. Die Arbeiten sollen etappenweise zwischen 2015 bis 2018 durchgeführt werden.

Der Kanton erwartet vom Aufforstungsprojekt einen verbesserten Schutz der Panoramastrasse und somit weniger Kosten für den Strassenunterhalt. Natürliche Schutzelemente erwiesen sich langfristig als nachhaltig und deutlich günstiger als technische Verbauungen, schreibt die Staatskanzlei weiter.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 180'000 Franken. Der Bund beteiligt sich mit 63'000 Franken daran, die Korporation Giswil mit 36'000 Franken und der Kanton Obwalden mit 81'000 Franken. Der Kantonsanteil wird aus dem Fonds für ökologische Ersatzleistungen bei Rodungen finanziert. (sda)