Negative Entwicklung der Gemeindefinanzen

Die Finanzen der Obwaldner Gemeinden haben sich gemäss Finanzstatistik 2011 im Gegensatz zu den Vorjahren leicht negativ entwickelt. Eine gute Finanzlage weisen die Gemeinden Kerns, Sachseln, Lungern und Engelberg aus.

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Luftaufnahme von Sarnen. (Bild: Archiv Neue OZ)

Luftaufnahme von Sarnen. (Bild: Archiv Neue OZ)

Vier von sieben Obwaldner Gemeinden konnten die Laufende Rechnung 2011 mit einem Gewinn abschliessen. Die Gemeinde Engelberg erzielte im Vergleich zu den anderen Gemeinden wie schon in den vergangenen Jahren den grössten Gewinn (2011: 1,3 Millionen Franken), wie die Staatskanzlei Obwalden am Donnerstag mitteilte. Ausser der Gemeinde Sarnen (1,2 Millionen Franken) weist per 31. Dezember 2011 keine Gemeinde einen Bilanzfehlbetrag (aufgelaufene Verluste aus den Vorjahren) aus. Insgesamt verfügen die Gemeinden über ein Eigenkapital von 35,4 Millionen Franken.

Alle Gemeinden ausser Sarnen, Alpnach und Giswil konnten im Jahr 2011 ihre Investitionen zu 100 Prozent selbst finanzieren. Sarnen mit 1 Prozent und Alpnach mit 33 Prozent weisen hingegen einen problematischen Selbstfinanzierungsgrad aus. Für die Gemeinde Giswil (86 Prozent) kann er als vertretbar bis gut bezeichnet werden

Eine hohe Investitionstätigkeit war im Jahr 2011 in den Gemeinden Sarnen (29 Prozent), Engelberg (26 Prozent) und Alpnach (23 Prozent) zu verzeichnen. Giswil (12 Prozent) weist eine mittle-re und Kerns (8 Prozent), Sachseln (8 Prozent) sowie Lungern (9 Prozent) weisen eine schwache Investitionstätigkeit aus.

Ein Anstieg der Nettoverschuldung war bei den Gemeinden Sarnen, Alpnach und Giswil zu beobachten. Die anderen Gemeinden konnten ihre Nettoverschuldung im Jahr 2011 abbauen. Sarnen, Alpnach und Engelberg zeigen eine hohe Nettoverschuldung pro Kopf von über 3000 Franken. Die anderen Gemeinden weisen eine mittlere Nettoverschuldung pro Kopf (1000 bis 3000 Franken) auf. Ende 2011 beträgt die Nettoverschuldung aller Gemeinden insgesamt 116,4 Millionen Franken. Dies entspricht einer Zunahme von 7,8 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr.

pd/zim